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Basketball
„Ich glaube an uns“- Heute geht's bei den Gladiators Trier um alles

Für Simon Schmitz und die Gladiatoren zählt heute Abend nur ein Heimsieg.
Für Simon Schmitz und die Gladiatoren zählt heute Abend nur ein Heimsieg. FOTO: Gladiators
Trier. Nach der Pleite in Playoff-Duell Nummer drei in Heidelberg müssen die Gladiators ihr Heimspiel unbedingt gewinnen. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Aufgeben? Auf keinen Fall. Das Erste, was Marco van den Berg da am Samstagabend nach der Partie raushaut, ist ein klares Statement in Richtung Montagabend. „Ich glaube an uns“, sagt der Trainer der Römerstrom Gladiators Trier, „das ist noch nicht zu Ende“. Auch wenn ihm die Enttäuschung dort auf der Holzbank hinter der Werbebande in der Halle am Heidelberger Olympiastützpunkt deutlich ins Gesicht geschrieben steht – dem 52-Jährigen ist anzumerken, dass er noch lange nicht durch ist mit dieser Viertelfinal-Serie. Auch nicht, nachdem sein Team am Samstag  durch die 80:91 (42:44)-Pleite bei den MLP Academics Heidelberg in der Serie mit 1:2 in Rückstand geraten ist, und das Heimspiel heute Abend (20 Uhr/Arena Trier) unbedingt gewinnen muss, um ein fünftes Spiel am Mittwoch am Neckar zu erzwingen. Fest steht allerdings: Leistet sich die Mannschaft erneut so viele Fehler wie in Spiel drei, dann wird das mit Sicherheit nichts.

Die Gründe für die 80:91-Niederlage vor den gut 1300 Zuschauern in der Heidelberger Halle sind leicht auf dem Statistikzettel abzulesen, der am Samstagabend nach der Partie vor van den Berg auf dem Boden liegt: 23 Ballverluste und nur eine 35-prozentige Trefferquote aus dem Zweierbereich. „Wir konnten der Heidelberger Physis heute nicht viel entgegensetzen“, resümiert Triers Trainer. „Gerade in den Eins-gegen-Eins-Duellen unterm Korb kam von uns viel zu wenig.“ Vielfach hätten sich seine großen Spieler von den viel kleineren Heidelberger Guards leicht aus der Zone drängen lassen. „Und ganz ehrlich: 23 Ballverluste sind einfach zu viel, um hier zu gewinnen.“

Es ist von Beginn an ein ganz wildes Spielchen. Trier leistet sich vor gut 200 mitgereisten Gladiators-Fans allein im Anfangsviertel acht Ballverluste, Heidelberg sechs. Auch wenn das Heimteam von Trainer Branislav Ignjatovic den besseren Start erwischt, ist es insgesamt ein ausgeglichenes Viertel auf äußerst mäßigem Niveau (17:20). Auch die zweiten zehn Minuten bleiben wild. Schlecht für Trier: Thomas Grün kassiert bereits zu Beginn des zweiten Viertels sein drittes Foul, Kevin Smit kurz darauf ebenfalls.

Gerade als Heidelberg so richtig davonzuziehen droht (29:40), wird Trier stärker – angeführt von Kapitän Simon Schmitz, der das Spiel in den Minuten vor der Pause phasenweise richtig schnell macht. Zwei  Minuten vor der Halbzeit weckt er sein Team mit einem Drei-Punkt-Spiel auf und versenkt direkt im Anschluss noch einen Dreier. Wie schon in Spiel eins hat sich Trier zur Halbzeit in die Partie zurückgekämpft (42:44) – aber danach geht’s wieder bergab.

Heidelberg ist in der zweiten Hälfte das klar bessere Team, das Heimteam spielt cleverer und mit deutlich mehr Physis, verteidigt das schwache Inside-Spiel der Gäste hervorragend. Allein Kapitän Schmitz, Jermaine Bucknor und der wieder einmal starke Lucien Schmikale halten ihr Team im Spiel. Trier gibt sich danach zwar nicht auf, kommt aber auch nicht mehr wirklich heran. Spätestens nach einem Dreier von Jaleen Smith ist die Partie vier Minuten vor Ende gelaufen (68:87). Die Trierer Niederlage ist verdient.

Nach der Partie versichert Triers Trainer auf der Holzbank hinter der Werbebande: „Wir werden am Montag den Ausgleich schaffen“, verspricht Marco van den Berg und ergänzt: „Ich hoffe auf 4000 Zuschauer.“

Bevor er sich danach mit seinem Team auf den Rückweg an die Mosel begibt, schiebt er noch ein Lob hinterher: „Eins muss ich sagen: Was Lucien Schmikale in diesen Playoffs zeigt, ist richtig stark. Er ist noch ein junger Kerl, aber spielt schon wie ein echter Mann.“

Punkte Trier: Alston 12, Dranginis 3, Smit 2, Bucknor 16, Hennen 0, Schmikale 16, Schmitz 13, Grün 0, Buntic 0, Joos 9, Nortmann 4, Shoutvin 5 – Beste Schützen HD: Würzner 15, Smith 9, Ely 16, Kuppe 19, McGaughey 15 – Viertelstände: 17:20/42:44/59:67/80:91 – ZS: 1312

Viertelfinale Nummer vier steigt heute Abend um 20 Uhr in der Arena Trier. Gewinnt Trier, gibt’s am kommenden Mittwoch ein entscheidendes fünftes Spiel in Heidelberg. Verlieren die Gladiatoren, sind sie raus. Derweil stehen neben Karlsruhe auch Vechta und Crailsheim im Halbfinale. Der Gewinner der Partie Trier/Heidelberg trifft im Playoff-Halbfinale auf Crailsheim.