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Kampf um die Playoffs: Gladiators Trier empfangen Phoenix Hagen

Trier : Heißes Duell gegen die „Feuervögel“

Basketball: Warum das Traditionsduell zwischen Trier und Hagen am Sonntag ein echtes Spitzenspiel ist.

Eine unschöne Auffälligkeit  hat Gladiators-Cheftrainer Pascal Heinrichs in dieser Saison ausgemacht. „Wir haben einen kleinen NRW-Fluch“, so nennt er es. Soll bedeuten: Ob nun in Bochum, in Leverkusen oder in Hagen: Überall dort haben die Gladiators im Lauf der Spielzeit verloren – und die drei Spiele gehörten zu den schwächsten in dieser Saison. Einmal müssen sie in der Normalrunde noch nach Nordrhein-Westfalen, nach Paderborn (25. März).

Umgekehrt gilt aber: In eigener Halle gewannen die Gladiators gegen Leverkusen, Bochum und Paderborn. Die Feuervögel aus Hagen sind am Sonntag zu Gast in der Arena (17 Uhr). „Wir hatten in Hagen ein schlechtes Spiel gemacht, da haben wir was gutzumachen“, kündigt Pascal Heinrichs an. Damals, Ende November bei der 67:86-Pleite, war er noch Assistenztrainer. Es war damals die vierte Pleite in Folge.

Inzwischen sieht die Lage deutlich entspannter aus. So wird das Duell der einstigen Bundesliga-Traditionsvereine ein echtes Spitzenspiel in der Pro A: Die Hagener haben seit Weihnachten neun von zwölf Spielen gewonnen - und sich damit nach dem schwachen Start auf einen Playoff-Platz hochgearbeitet. Die Trierer gewannen acht der letzten neun Spiele. Damit haben beide Teams in diesem Zeitraum mehr Punkte geholt als das Spitzenduo Rostock und Jena - auch wenn Jena am vergangenen Wochenende gegen Hagen gewonnen hat. 

Was den Phoenix brandgefährlich macht: Die Hagener haben sehr gute Distanzschützen. „Sie nehmen nicht nur die zweitmeisten Dreier“, berichtet Heinrichs. „Sie treffen auch die zweitmeisten Dreier in der Liga.“ So kann es mal ganz schnell gehen – für die Trierer etwa war im Hinrundenspiel nach einem 0:17-Lauf nach der Halbzeitpause die Sache erledigt. „Aber damals hatten bei uns auch Austin Wiley und Enosch Wolf gefehlt“, sagt der 33-Jährige. Die Hagener spielen sehr guard-orientiert. Auch Kapitän Dominik Spohr ist krankheitsbedingter Pause in Trier wieder dabei. Sie haben zudem mit Marcel Keßen einen starken Center, der gegen Jena 29 Punkte machte. „Keßen nimmt auch viele Dreier. Er hat aber in dieser Saison auch noch nicht gegen Austin gespielt“, sagt Heinrichs, der Wiley für den „stärksten Center der Liga“ hält.

Bei den Gladiators ist Garai Zeeb am Donnerstag wieder ins Teamtraining eingestiegen. Der Aufbauspieler hatte beim Sieg gegen die Artland Dragons eine Platzwunde erlitten, die in der Halbzeitpause genäht wurde. Weiterhin ausfallen werden Thomas Grün und Derrick Gordon („Wenn sie vor Ende der Normalrunde wieder spielen könnten, wäre das gut“).

Aber die Trierer haben die Ausfälle auch in den vergangenen Wochen gut kompensiert. 

„Wir haben einen guten Lauf – und jetzt geht es wieder gegen einen Playoff-Konkurrenten“, sagt Heinrichs, der mit einem Sieg den Playoff-Platz weiter festigen will. Die Trierer sind aktuell aber klar auf Kurs. „Wir haben eine gute Ausgangslage. Die beiden Siege am Doppelspieltag waren unglaublich wichtig.“ Mit jedem Sieg macht das Trainer-Duo mit Cheftrainer Pascal Heinrichs und Co-Trainer Jermaine Bucknor auch Werbung in eigener Sache - Heinrichs hat nur einen Vertrag bis zum Saisonende. Aktuell ist das für ihn kein Thema. „Weder ich noch der Verein haben das Gespräch gesucht – wir haben viele andere Dinge zu tun. Aber das werden wir zu gegebener Zeit führen.“