Basketball: Nach packendem Spiel: Gladiators schlagen Karlsruhe und treffen auf Nürnberg

Basketball : Nach packendem Spiel: Gladiators schlagen Karlsruhe und treffen auf Nürnberg

Wow, was für eine Partie: In einem unglaublichen Kampfspiel mit packender Schlussphase haben die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend mit 87:82 (48:47) gegen die Karlsruhe Lions gewonnen. In den Playoffs wartet nun Nürnberg.

Wenn sich das mal nicht schon nach Playoffs angefühlt hat: In einem dramatischen Spiel haben die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend vor 3519 Zuschauern in der Arena Trier gegen den Tabellen-Achten Karlsruhe Lions gewonnen.

Trainer Christian Held ist die Freude nach dem Spiel anzusehen: „Wie wir uns als Team präsentiert haben, wie wir zusammen gekämpft haben – das macht mich stolz.“

Es ist über weite Strecken eine hervorragende Leistung der ersatzgeschwächten Gladiatoren. Ohne ihre Köpfe auf der Aufbauposition Simon Schmitz (Handbruch) und Kyle Dranginis (Bänderrisse im Fuß) legt Trier gegen starke Karlsruher eine reife Leistung hin.

16 Punkte, 3 Assists und fünf Rebounds: Stefan Ilzhöfer. Foto: Willy Speicher

Angesichts der Lücke auf der Point-Guard-Position sind neun Ballverluste eine beachtlich geringe Zahl. Rupert Hennen, Kevin Smit und Kelvin Lewis machen ihre Sache gut. Auch als Jermaine Bucknor Mitte des vierten Viertels mit dem fünften Foul vom Feld muss, lässt sich Trier nicht beirren, und bringt das Spiel nach Hause. „Dass wir trotz der Verletzten – und ohne Buck in der Schlussphase – in der Lage waren, das Spiel heute zu gewinnen, das war ein großer Schritt nach vorne“, lobt Christian Held.

Nach furiosem Trierer Beginn (13:0) entwickelt sich im weiteren Verlauf eine ausgeglichene und packende Partie. Besonders Kevin Smit, der unter der Woche noch eine Hüftprellung erlitten hatte, geht voran. Der Norddeutsche wirft sich in jeden Ball, punktet und setzt seine Mitspieler in Szene. Auch in der hektischen Schlussphase ist es der 28-Jährige, der sein Team anführt, die richtigen Entscheidungen trifft. „Ich bin stolz auf Kevin: Er hat uns jede Menge Kontrolle gegeben“, betont Christian Held.

Auch Johannes Joos, Thomas Grün, Stefan Ilzhöfer und Kelvin Lewis ragen aus einem tollen Kollektiv heraus. Ebenso Kilian Dietz. Der Center kommt zwar nur auf viereinhalb Minuten auf dem Feld, gibt dem Team allerdings in einer wichtigen Phase in Halbzeit zwei defensiv immense Stabilität und hat Anteil an mehreren Ballgewinnen.

Ganz starke Leistung: Kevin Smit. Foto: Willy Speicher

Nachdem Karlsruhe gut fünf Minuten vor Ende noch mit fünf Zählern vorne liegt, kämpft sich Trier mit der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken sensationell ins Spiel zurück. Auch defensiv ist das eine beachtliche Energieleistung des Teams.

Die Schlusspunkte setzt dann Kelvin Lewis von der Freiwurflinie.

Am Ende geht der 17. Saisonsieg vollkommen in Ordnung.

Trier beendet die Hauptrunde somit auf Platz sechs und trifft im Playoff-Viertelfinale ab dem kommenden Wochenende (6. April/19.30 Uhr) zuerst auswärts auf die Nürnberg Falcons (Rang 3).

Und was sagt der Coach zum Viertelfinal-Gegner? „Das wird eine enge Serie“, betont Christian Held. „Aber wir haben eine sehr gute Chance, sie zu schlagen – da bin ich mir sicher.“

In der Hauptrunde gewann Trier in Nürnberg mit 81:61. Im Rückspiel setzte es allerdings eine 70:86-Heimpleite für das Held-Team.

Das erste Playoff-Heimspiel steigt am Mittwoch, 10. April, in Trier.

Punkte Trier: Lewis 16, Smit 10, Bucknor 4, Hennen 2, Schmikale 0, Dietz 2, Grün 10, Ilzhöfer 16, Gloger 3, Joos 24 - Beste Schützen Karlsruhe: Lacy 23, Parker 18 - Viertelstände: 24:26/48:47/65:68/87:82 - ZS: 3519

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