Basketball: Nächste Pleite: Gladiators verlieren zu Hause gegen Nürnberg

Basketball : Nächste Pleite: Gladiators verlieren zu Hause gegen Nürnberg

Die sportliche Talfahrt der Römerstrom Gladiators Trier geht weiter: Am Samstagabend hat das Team von Trainer Christian Held in der Arena gegen die Nürnberg Falcons die nächste Pleite kassiert.

Dreieinhalb Minuten lang … ist alles gut. Dreieinhalb Minuten lang … sieht das nach Playoff-Basketball aus. Dreieinhalb Minuten lang … haben 2213 Zuschauer in der Arena Trier am Samstagabend großen Spaß an ihrem Team. Dreieinhalb Minuten lang … ist das ein ganz überzeugender Auftritt. Dann geht’s bergab … es folgen ernüchternd schlechte Minuten – an deren Ende: die nächste Pleite der Römerstrom Gladiators Trier. 70:86 (35:45) heißt es diesmal gegen die Nürnberg Falcons. Es ist die dritte Niederlage in Serie für das Team von Christian Held – und eine besonders folgenreiche: Trier rutscht damit aus den Playoff-Rängen, belegt nur noch Platz 10.

Die sportliche Krise der Gladiators, sie wird immer größer. Der Druck auf Trainer Christian Held und das Team wächst weiter. Held hatte die Partie im Vorfeld als „extrem wichtig“ bezeichnet, als ein Spiel, das gewonnen werden müsse, wenn man in die Playoffs wolle – doch nichts wurde es mit dem Befreiungsschlag. Das war wieder einmal viel zu wenig für die Trierer Ansprüche.

Nach dem Spiel gibt Held zu: „Es ist frustrierend: Wir haben viel investiert. Man hat auch gemerkt, dass die Jungs unbedingt wollten – der eine oder andere vielleicht zu viel.“

Es helfe jetzt nur, so der Cheftrainer, hart weiterzuarbeiten. „Es wird nicht besser, wenn wir jammern, und auch nicht, wenn wir den Kopf in den Sand stecken.“

Die sportliche Talfahrt für Christian Held und die Gladiators geht weiter: Am Samstag setzte es die nächste Niederlage. Diesmal gegen Nürnberg. Foto: Simon Engelbert

Fakt ist: Nach Triers beeindruckendem und überzeugendem Start – die Gladiatoren führen nach gut drei Minuten mit 10:0 – ist die gute Stimmung unter den rund 2200 Zuschauern in der Arena schnell dahin. Offensiv fehlt Trier in der Folge das Tempo, die Ideen, der Zug zum Korb, das Durchsetzungsvermögen in der Zone. Auch die Würfe von außen fallen nur selten. Hinzu kommen Foulprobleme und ein verlorenes Rebound-Duell (28:38).

Defensiv gelingt es dem Held-Team – das auf Lucien Schmikale und Kilian Dietz verzichten muss – nur selten, die starken Nürnberger Talente Marcell Pongo und Nils Haßfurther zu stoppen. Auch Robert Oehle und Jackson Kent tun Trier mächtig weh. Am bundesligaerfahrenen 2,09-Meter-Mann Oehle kommen die Trierer offensiv unterm Korb nur selten vorbei.

In Halbzeit zwei baut Nürnberg den Vorsprung problemlos weiter aus, kommt nur noch einmal kurzzeitig aus dem Tritt, als Trier defensiv auf Zone umstellt.

Wo sind die Emotionen der Gladiatoren? Wo ist der Funke auf dem Feld, der die Fans auf den Rängen mitreißen könnte? Das Spiel plätschert nur so dahin … Viele Zuschauer verlassen die Arena erneut vor Spielende.

Es entsteht zu keinem Zeitpunkt mehr der Eindruck, als könnten die cleveren Gäste aus Franken den Sieg noch einmal herschenken.

Am Ende ist es ein vollkommen verdienter Sieg der Falcons, die Trier somit in der Tabelle überholen.

Kleiner Lichtblick aus Trierer Sicht: Nach monatelanger Verletzungspause steht Kyle Dranginis für ein paar Minuten auf dem Feld.

Statistik

Punkte Trier: Lewis 20, Smit 3, Bucknor 12, Hennen 4, Schmitz 3, Grün 4, Gloger 8, Joos 16 – Viertelstände: 21:21/35:45/51:63/70:86 – Beste Schützen Nürnberg: Pongo 20, Kent 16

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