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Basketball
Ein Kommen und Gehen – Trierer Gladiators in der Sommerpause


Gut möglich, dass Kyle Dranginis auch in der kommenden Saison in Trier spielt.
Gut möglich, dass Kyle Dranginis auch in der kommenden Saison in Trier spielt. FOTO: Willy Speicher
Trier. Ein neuer Co-Trainer, ein weiterer Leistungsträger, der wohl bleibt, und ein Center, der geht – viel los bei den Gladiators Trier. Ein Überblick. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

In der Sommerpause ist nichts los? Von wegen: Bei Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier passiert gut vier Wochen nach Saisonende ganz schön viel. Hier mal ein ausführlicher Gesamtüberblick:

Neuer Co-Trainer: Am Donnerstag haben die Gladiatoren Marc Hahnemann als neuen Assistenz-Trainer der Profimannschaft präsentiert. Der 27-jährige Norddeutsche war zuletzt Headcoach der Damen-Bundesligamannschaft Saarlouis Royals. Hahnemann arbeitete zudem bereits als Assistent von Damen-Nationaltrainer Herrmann Paar. Er unterschreibt in Trier einen Vertrag über zwei Jahre mit einer Option für ein weiteres Jahr.

Marc Hahnemann ist der neue Gladiators-Co-Trainer.
Marc Hahnemann ist der neue Gladiators-Co-Trainer. FOTO: Gladiators

„Marc passt vom Typ hervorragend zu uns“, findet Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz. „Er kennt sich unter anderem im Bereich Videoanalysen sehr gut aus,  hat uns auch schon in den vergangenen Wochen beim Sichten von neuen Spielern unterstützt.“ Gemeinsam mit dem neuen Trierer Headcoach Christian Held bildet Marc Hahnemann nun das Gladiators-Trainerduo. Achim Schmitz: „Wir sind stolz, dass zwei so große Talente, die auch andere Optionen gehabt hätten, sich für unseren Standort entschieden haben.“

Bei seinem Ex-Club Saarlouis ist man derweil voll des Lobes für Hahnemann. Aus Vereinskreisen ist zu vernehmen, dass man den 27-Jährigen gerne an der Saar gehalten hätte, er habe „hervorragende Arbeit“ geleistet, heißt es.

Baustelle Kader: Fest steht: Ein Großteil des Teams aus der Saison 2017/2018 spielt auch in der neuen Spielzeit an der Mosel. Simon Schmitz, Rupert Hennen, Thomas Grün, Kevin Smit, Stefan Ilzhöfer, Lucien Schmikale haben Verträge für die Saison 2018/2019. Auch Kilian Dietz wird – „wenn er fit ist“, so betont Geschäftsführer Achim Schmitz – im kommenden Jahr für die Gladiatoren auf dem Parkett stehen. Bleibt die Frage, was aus Kyle Dranginis, Luka Buntic, Jermaine Bucknor, Johannes Joos, Anton Shoutvin, Justin Alston und Robert Nortmann wird?

Kyle Dranginis: Bei ihm stehen die Zeichen auf Wiedersehen. Die Vertragsgespräche befinden sich unmittelbar vor dem Abschluss. Achim Schmitz sagt dazu nur so viel: „Es sieht gut aus.“

Jermaine Bucknor: „Wir wollen Buck halten, die Gespräche laufen.“ Der Publikumsliebling kann sich nach TV-Informationen durchaus vorstellen, an der Mosel zu bleiben, hat allerdings auch Angebote von anderen Clubs. Tendenz: Eine schnelle Entscheidung wird’s erstmal nicht geben.

Robert Nortmann: Er wird laut Achim Schmitz nicht mehr für Trier spielen.

Anton Shoutvin: „Es ist noch offen, ob er bleibt“, sagt der Geschäftsführer.

Johannes Joos: Der 23-Jährige spielte bis zu seiner Verletzung eine hervorragende Saison, ein Wechsel in die 1. Bundesliga schien die logische Folge. Probleme am Knie-Innenband warfen den 23-Jährigen im Februar dann allerdings ein wenig zurück. „Wir wollen ihn halten, sind in ganz guten Gesprächen, aber da ist noch nichts entschieden“, sagt Achim Schmitz.

Justin Alston: Der US-Amerikaner kam nach seiner Verletzung im Winter furios zurück, gehörte ab Mitte Februar und in den Playoffs zu den Leistungsträgern im Team. Hat seinen Marktwert dadurch erheblich gesteigert. Es dürfte schwer werden für Trier, Alston zu halten. Von Achim Schmitz gibt’s dazu am Donnerstag keine Einschätzung.

Luka Buntic: Der Mann aus Völklingen soll auch in der kommenden Saison zum erweiterten Kader gehören.

Finanzen: Die Gladiators haben die ProA-Lizenz für die kommende Saison ohne Auflagen erhalten (der TV berichtete am 16. Mai). „Ich weiß nicht, wann Trier zuletzt eine Lizenz ohne Auflagen erhalten hat“, betont Geschäftsführer Schmitz, „das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit“. Außerdem betont der Unternehmer, baue der Club auch weiterhin seine Alt-Schulden ab. „Im Sommer 2015 hatten wir Altlasten in Höhe von 160 000 Euro. Nach dieser Saison werden wir bei 40 000 bis 50 000 Euro liegen – die Einnahmen aus den Playoffs haben uns sehr geholfen.“