Basketball: Ohne Kapitän, aber mit Plan B: Gladiators empfangen heute Kirchheim

Basketball : Ohne Kapitän, aber mit Plan B: Gladiators empfangen heute Kirchheim

Vor dem Heimspiel der Gladiators Trier heute Abend gegen Kirchheim (20 Uhr/Arena Trier) geht’s um den Ausfall von Simon Schmitz und eine kuriose Statistik.

Eigentlich, sagt Christian Held am Donnerstag, eigentlich sei das eine ganz harmlose Situation gewesen. „Eine, wie sie millionenfach im Training vorkommt.“ Doch am Dienstag ist alles anders: Training der Römerstrom Gladiators Trier. Die Vorbereitungen auf das Heimspiel am heutigen Freitagabend gegen den Tabellenzwölften Kirchheim Knights (20 Uhr/Arena Trier) laufen auf Hochtouren.

Alles normal soweit, dann passiert es: Simon Schmitz bleibt in einem Zweikampf mit der Hand im Trikot seines Gegenspielers hängen. Nichts Besonderes, wie gesagt. Denkt sich auch zunächst der Trierer Kapitän. Schmitz trainiert weiter. Dann ist Schluss. „Es ging nicht mehr“, berichtet Christian Held. „Er sagte, dass sich die Hand komisch anfühlte und er das Training abbrechen werde – da war uns klar, was es ist.“

Kurz darauf steht fest: Mittelhandbruch, das Saisonaus für den 29-Jährigen. Schmitz wird heute in Wittlich operiert. „Es tut mir leid für Simon“, betont Triers Cheftrainer am Tag vor dem Kirchheim-Spiel. „Wir sind kein Club, der für alle Eventualitäten planen kann. Daher haben wir für solch einen Ausfall auch keinen Ersatz parat. Das geht einfach nicht.“

Das Saisonaus des Kapitäns, der seinem Team am vergangenen Wochenende noch mit einem Wahnsinns-Dreier in letzter Sekunde den 66:64-Auswärtssieg bei Schalke 04 bescherte, es ist ein herber Schlag für die Gladiatoren. Eine Nachverpflichtung ist zu diesem späten Saisonzeitpunkt nicht mehr möglich. Das verbieten die ProA-Statuten, wie Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz  betont. Chefcoach Held gibt sich dennoch kämpferisch: „Wir müssen jetzt als Team noch enger zusammenrücken und das  gemeinsam lösen. Auch wenn wir Simon nicht Eins-zu-Eins ersetzen können, kann ich versprechen: Wir haben mittlerweile einen Plan B entwickelt.“

Wie dieser aussieht, will der 30-Jährige nicht verraten (Held: „Kirchheim liest sicherlich den Trierischen Volksfreund“) – nur so viel: „Gegen Schalke haben wir mit unserer außergewöhnlichen Anfangs-Fünf für eine Überraschung gesorgt. Nun werden wir auch gegen Kirchheim versuchen zu überraschen.“ Nach Schmitz’ Ausfall müssten jetzt andere Spieler mehr Verantwortung übernehmen, fordert der Coach – und ergänzt: „Es bringt jetzt aber nichts, Spieler wie Rupert Hennen – der gerade im ersten Jahr seiner Ausbildung ist – zum Chef zu ernennen. Das wäre ihm gegenüber unfair.“

Gegner Kirchheim – in der Tabelle zwei Punkte hinter Trier – hat sechs der vergangenen zehn Spiele verloren. Zuletzt gelang dem Team des spanischen Trainers Mauricio Parra allerdings ein Heimsieg gegen Karlsruhe. „Kirchheim ist eine Mannschaft, die mit vielen wechselnden Verteidigungen versucht, den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen“, weiß Christian Held. Offensiv spielten es die Schwaben am liebsten über ihre Großen Keith Rendleman und Andreas Kronhardt unterm Korb. Held: „Für uns geht es darum, das zu verhindern. Und offensiv das Tempo beizubehalten, das wir gegen Schalke gezeigt haben.“

Kurios übrigens: Während die Gladiatoren bisher alle sechs Auswärtsspiele – inklusive Playoffs – in Kirchheim gewinnen konnten, haben die Knights alle Hauptrunden-Partien der letzten Spielzeiten an der Mosel gewonnen.

Neben Simon Schmitz muss Trier gegen Kirchheim auf Center Kilian Dietz verzichten. Ein Einsatz von Flügelspieler Lucien Schmikale ist fraglich.

Nach dem Heimspiel gegen  Kirchheim heute Abend (20 Uhr/Arena Trier und live auf www.airtango.live) müssen die Gladiators am kommenden Sonntagabend (3. März) schon wieder ran. Dann tritt das Team um 17.30 Uhr bei Phoenix Hagen an.