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„Permanentes Infektionsrisiko“: Ex-TBB’ler Saibou fristlos gekündigt

Basketball : „Permanentes Infektionsrisiko“: Ex-TBBler Saibou fristlos gekündigt

Joshiko Saibou, ehemaliger Spieler der TBB Trier, ist von den Telekom Baskets Bonn fristlos gekündigt worden. Der Nationalspieler hatte unter anderem an einer Großdemo teilgenommen, bei der er gegen Schutzregeln verstieß. Sein Verein sieht ihn als Risiko.

Die Telekom Baskets Bonn haben ihrem Spieler Joshiko Saibou wegen „Verstößen gegen Vorgaben des laufenden Arbeitsvertrags als Profisportler“ fristlos gekündigt. Das teilte der Basketball-Bundesligist am Dienstag mit. Nationalspieler Saibou hatte laut Vereinsmitteilung „wiederholt auf Social-Media-Kanälen seine Haltung zur Pandemie oder zum Virus an sich geäußert und am vergangenen Wochenende bei einer Großdemonstration auch praktiziert, indem er vorsätzlich gegen die bekannten Schutzregeln verstieß“.

Zwei Jahre lang, zwischen 2011 und 2013, war der 29-Jährige für die TBB Trier in der Basketball-Bundesliga aktiv. Eine Zeit, die ihm – wie er betont – sehr viel bedeutet: „Trier war die erste Station, für die ich meine Heimatstadt Berlin verlassen habe damals – hier bin ich richtig in meine Profikarriere gestartet.“

Wolfgang Wiedlich, Geschäftsführer der BonBas GmbH, wurde mit den Worten zitiert: „Die Vereine der BBL arbeiten gerade akribisch an Hygienekonzepten für die Zuschauer in der nächsten Saison und an speziellen Arbeitsschutzrichtlinien für die Aktiven. Deshalb können wir ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten.“

Von Saibou und dessen Freundin, der deutschen Leichtathletin Alexandra Wester, waren in den sozialen Netzwerken Fotos von ihrer Teilnahme an der Demonstration gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie am Wochenende in Berlin zu sehen. Von Saibou oder dessen Agenten gab es zu der Kündigung zunächst keine Reaktion. Auch Wester war für eine Stellungnahme angefragt.

Die Olympia-Teilnehmerin von 2016 hatte zuletzt in einem auf Instagram veröffentlichten Video beklagt, durch die Corona-Maßnahmen ihrer Freiheit beraubt zu werden. Zudem sprach sie in dem Beitrag von einem Impfzwang für die Bevölkerung oder von Ärzten und Anwälten, die die Menschenrechte verteidigen und dafür in Gefängnispsychiatrien eingesperrt würden. Saibou hatte unter dem Hashtag #AppellandenVerstand ein Video auf Instagram gestellt, in dem er seine Follower mit Bezug auf die Corona-Beschränkungen provoziert.

(dpa)