Basketball: Playoff-Heimspiel: Wie die Gladiators heute Nürnberg knacken wollen

Basketball : Playoff-Heimspiel: Wie die Gladiators heute Nürnberg knacken wollen

Nach der Pleite in Playoff-Spiel Nummer eins brauchen die Gladiators heute Abend (19.30 Uhr/Arena Trier) dringend einen Heimsieg gegen die Nürnberg Falcons. Was Center Johannes Joos so zuversichtlich macht und warum Coach Christian Held an die vergangenen Jahre zurückdenkt.

Einfach war das vergangene Wochenende nicht für Johannes Joos: Erst diese bittere 74:92-Packung mit seinen Römerstrom Gladiators Trier zum Playoff-Auftakt bei den Nürnberg Falcons am Samstagabend. Dann die deftige Ohrfeige für seinen Fußball-Lieblingsclub: Als wäre das 0:5 in Leipzig, das 2:3 gegen Dortmund und das 0:1 gegen den FC Bayern nicht bereits schlimm genug gewesen, verliert Hertha BSC am Samstag auch noch zu Hause mit 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf ... Düsseldorf, der Aufsteiger – ernsthaft?

„Man kann echt froh sein, wenn Hertha am Ende nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat“, findet Joos, der seit Jahren ein Faible für den Hauptstadtclub besitzt. Trainer Pal Dardai, da ist sich der Trierer Center übrigens sicher, sei dennoch nach wie vor der richtige Mann für den Club. Außerdem: „Für einen wie mich, der aus Stuttgart kommt, steht die Hertha immer noch gut da.“

Das gilt auch für seine Gladiatoren vor dem zweiten Playoff-Viertelfinale gegen die Nürnberg Falcons am Mittwochabend (19.30 Uhr/Arena Trier). Daran hat auch die Niederlage in Partie Nummer eins nichts geändert. „Wir haben ein Spiel verloren, nicht mehr und nicht weniger“, betont Johannes Joos am Dienstag. „Nürnberg hat gezeigt, wo unsere Schwachstellen liegen, aber daran werden wir arbeiten und mit unseren Fans im Rücken am Mittwoch eine andere Leistung aufs Parkett bringen.“

Ein Nürnberger, der die Trierer Schwachstellen förmlich sezierte, war Ishmail Wainright. Der frühere American-Football-Spieler mit dem Monster-Kreuz erwischte in Spiel eins einen Sahnetag, erzielte 20 Punkte, pflückte mehrere Rebounds und war defensiv gefühlt überall. Mit seiner Physis machte er nicht nur Jermaine Bucknor das Leben schwer. Wollen die Trierer am Mittwoch den Heimsieg, müssen sie Wainright stoppen. Johannes Joos weiß: „Er ist ein extrem starker ProA-Akteur, aber auch kein Überspieler, den man nicht stoppen kann. Man muss halt auch sagen, dass wir gegen ihn echt keinen guten Job gemacht haben.“

Nach gutem Start in Partie eins, so der Gladiator mit der Rückennummer 22, habe sein Team die Physis und den Kampf nicht angenommen. „Nürnberg hat nach dem ersten Viertel umgestellt, deutlich aggressiver gespielt. Und wir haben uns immer wieder aus unseren Positionen drücken lassen.“ Joos verspricht: „Wir haben das analysiert, werden mit mehr Physis spielen und cleverer agieren.“ Eine weitere Erkenntnis des vergangenen Wochenendes: Das Trierer Spiel muss wieder schneller werden und weniger ausrechenbar. Durch die hohe defensive Intensität der Nürnberger verlor das Team von Trainer Christian Held häufig den Faden, verstrickte sich in Einzelaktionen und ballerte immer wieder glücklos von außen. Viel zu selten landete der Ball unterm Korb bei den Langen Johannes Joos, Till Gloger und Kilian Dietz.

Coach Held findet: „Wir müssen versuchen, Nürnbergs Spiel langsamer zu machen, ihre Bewegungen zu unterbrechen.“ Zudem sei es wichtig, dass sein Team gegen die starke Nürnberger Defensive die Ruhe bewahre, den Ball schnell bewege und nichts erzwinge. Und ohnehin, so betont der Trierer Coach: „Auch, wenn Spiel eins deutlich war: Die Serie ist noch lange nicht entschieden. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schwer es für gegnerische Mannschaften ist, in den Playoffs in der Arena gegen uns zu gewinnen – das wird ein ganz anderes Spiel.“

Bis auf Simon Schmitz und Kyle Dranginis kann Gladiators-Coach Christian Held in Spiel zwei voraussichtlich auf den gesamten Kader zurückgreifen. Das Team, das zuerst drei Spiele im Playofff-Viertelfinale gewonnen hat, steht im Halbfinale und trifft dort auf den Sieger des Duells zwischen Heidelberg und Ehingen.

Playoff-Viertelfinale Nummer zwei zwischen Trier und Nürnberg ist am Mittwoch ab 19.30 Uhr auch live im Internet unter www.airtango.live zu sehen.

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