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Pleite von Paderborn schmerzt Gladiators

Basketball : Pleite von Paderborn schmerzt Trierer Gladiators aus mehreren Gründen

Mit 74:101 kassieren die Trierer Zweitliga-Basketballer die höchste Saisonniederlage und erleben einen Rückschlag im Kampf um die Playoff-Teilnahme.

Was war es knapp und spannend im Nachholspiel der zweiten Basketball-Bundesliga gegen Heidelberg, das die Römerstrom Gladiators Trier am Mittwoch erst nach Verlängerung mit 97:104 verloren hatten – und wie klar und wenig inspirierend war es aus Sicht der Moselaner am Samstagabend im Gastspiel bei den Uni Baskets Paderborn: Das Team von Trainer Christian Held unterlag mit 74:101 und musste damit einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um einen Playoff-Platz hinnehmen.

Nur drei Tage nach dem intensiven Duell mit Heidelberg fehlte es den Gladiators an Konzentration. Dass sein Team auch Probleme mit der Kraft hatte, sah Held nicht: „Uns hat in einigen Momenten die Cleverness gefehlt.“ Zudem habe man „einfach schlecht verteidigt – 101 Punkte für den Gegner sind viel zu viel“.

Von Beginn an waren die zuletzt dreimal in Folge sieglosen Hausherren im Sportzentrum am Maspernplatz griffiger und zielsicherer – und das gerade bei den Drei-Punkte-Würfen. Jordan Geist, dem überragenden 38-Punkte-Mann vom Mittwoch, gelang erst in der 17. Minute der erste Dreier für die Trierer. Zur Halbzeit hatte Paderborn bereits acht Würfe jener Gattung  versenkt und die Moselaner nur diesen einzigen.

Die deutliche 29:16-Führung aus dem ersten Viertel bauten die Westfalen bis zur Halbzeit aus. Mit 52:35 wurden die Seiten gewechselt – ein Zwischenstand, der klarmachte, wie löchrig die Trierer Defensive in dieser Partie war.

Zu viele Ballverluste und eine weiter schwache Dreierquote – bis zum Ende sollten nur noch drei weitere bei 22 Versuchen hinzukommen – kennzeichneten den Auftritt der Gladiators über die gesamten 40 Minuten in der „Maspernhölle“. Die Stimmung in der Paderborner Halle war angesichts der fast durch die Bank überzeugenden Führung der Uni Baskets bestens. Gegen Spielende schwappte sogar erstmals in dieser Saison die La-Ola durch die Zuschauerreihen. Als Grant Benzinger in der 28. Minute auf 71:51 erhöhte hatte, lagen die Schützlinge von Christian Helds Trainerkollegen Steven Esterkamp sogar erstmals mit 20 Punkten Differenz vorne.

Von Aufbäumen war bei den Gladiators hingegen nichts zu sehen.  Paderborn bestach immer wieder durch aggressive Ballgewinne.

Besonders bitter: Durch die höchste Niederlage in der laufenden Spielzeit haben die Trierer auch noch den direkten Vergleich verloren. Dieser entscheidet am Saisonende bei Punktgleichheit in der Tabelle. Im Hinspiel Ende Dezember waren sie noch 91:76-Sieger.

Während die zweite Liga am kommenden Wochenende pausiert, folgen für die Gladiators anschließend  zwei Auswärtspartien, und der Vorsprung auf den neunten Platz droht weiter zu schmilzen. Am Sonntag, 1. März, 16 Uhr, steht die Begegnung in Jena an, fünf Tage später folgt das Traditionsduell bei Phoenix Hagen.

Durfte man im Gladiators-Lager vor dem Heidelberg-Spiel noch davon träumen, als Tabellenvierter in die Playoffs zu gehen, sieht sich Christian Held nun in seiner Annahme bestätigt: „Ich bin immer davon ausgegangen, dass wir darum kämpfen müssen, überhaupt unter die besten acht zu kommen.“

Punkte Paderborn: Trapp 17, Mixich 14, MC Cullum 10, Seiferth 12, Logan 9, Buntic 13, Ballhausen 2, Reuter 5, Benzinger 4, Ward 15.

Punkte Trier: Adams 11, Dranginis 4, Smit 2, Bucknor 8, Hennen 2, Schmikale 0, Dietz 4, Grün 7, Ilzhöfer 4, Geist 16, Gloger 16.