Trier : Wer beendet die Krise?

Basketball: Gladiators wollen am mit einem Sieg am Sonntag gegen Ulm wieder in die Spur.

Das „pfälzisch-schwäbische Duell“ wird auf der Homepage der Orange Academy Ulm als kommendem Gast der Römerstrom Gladiators Trier ausgerufen (Sonntag, 17 Uhr, Arena). Stimmt nicht so ganz, diese regionale Einstufung. Das Farmteam des BBL-Ligisten ratiopharm Ulm hatte zuletzt auch auf dem Spielfeld die Orientierung vermissen lassen. Mit einer Negativserie von vier Niederlagen  hintereinander tritt das Team von Trainer Danny Jansson an der Mosel an. Nicht viel besser ging es zuletzt dem Team seines Kollegen Marco van den Berg, das drei Pleiten nach Gang kassierte. Somit kommt es mit der Begegnung des Tabellenzwölften gegen den -vierzehnten zum Vergleich zweier angeschlagener Mannschaften.

Panikmache gilt für den Headcoach der Gladiators aber auch nach der jüngsten, überraschenden Niederlage beim Vorletzten Ehingen Urspring (76:84) noch lange nicht: „Wir haben acht Punkte, damit sind es vier Rückstand auf den ersten Play-Off-Platz. Bei noch 18 ausstehenden Spielen ist das sicher zu schaffen.“

Den Druck, mit dem seine Schützlinge gerade in der ersten Halbzeit von Ehingen zu kämpfen hatten, sieht van den Berg eher als Chance denn als Ballast: „Wir wollen das nutzen, um ihn in eine aggressivere Spielweise umzuwandeln. Die sicher schwierige Situation sehen wir als Herausforderung an.“

Den Rhythmus und das Selbstvertrauen müsse sein Team so schnell es geht wiederfinden. Nur gut, dass Kapitän Simon Schmitz (18 Punkte im Urspring-Spiel) nach ausgeheilter Rückenverletzung wieder zu alter Stärke findet. Sein Coach würde sich indes sehnlichst wünschen, dass „auch andere in der Mannschaft mehr Verantwortung übernehmen“.

Sowohl die Ulmer als auch die Trierer scheinen momentan die gleichen Probleme zu haben. Orange-Academy-Trainer Jansson moniert genauso wie van den Berg, dass man „zuletzt zu viele Fehler“ gemacht habe – vor allem defensiv.

Ein Fragezeichen steht vor der Sonntags-Partie noch hinter Kyle Dranginis. Der 24-jährige Guard hat sich im Training der Gladiatoren das Knie verdreht.

Die Zuschauer sollen seinem Team gegen die Ulmer den Rücken stärken, hofft der Headcoach. Gleichzeitig weiß er aber  auch: „Wir sind zunächst in der Pflicht und müssen erst mal gut spielen, um dann unsere Fans mitzunehmen.“

Sollte es endlich wieder mit einem Sieg klappen, könnten van den Berg und die Trierer sicher auch verschmerzen, wenn die Ulmer hinterher von einer „Niederlage in der Pfalz“ berichten würden.

Das Spiel wird via Livestream auf www.airtango.live  übertragen.