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ProA: Bauermann und Menz für Pflicht-Tests – Van den Berg: „Nicht bezahlbar“

Uneinigkeit zwischen ProA-Coaches : Bauermann und Menz für Pflicht-Tests – Van den Berg: „Nicht bezahlbar“

Bei der Diskussion um regelmäßige und verpflichtende Corona-Tests in der 2. Basketball-Bundesliga herrscht Uneinigkeit zwischen den Trainern. Rostock und Jena sind dafür, der Trierer Headcoach verweist auf finanzielle Unterschiede.

Soll es in der 2. Basketball-Bundesliga verpflichtende Corona-Tests geben? Das wollen zumindest die beiden Coaches Dirk Bauermann (Rostock Seawolves) und Frank Menz (Science City Jena). Aktuell sind die Teams nicht verpflichtet ihre Spieler regelmäßig zu testen, weil sich dafür vor der Saison bei den Vereinen keine Mehrheit fand. Jeder Verein handhabt dies nach eigenem Ermessen.

Bauermann (in Deutschland vor allem als ehemaliger Bundestrainer und mehrfacher Deutscher Meister bekannt) und Menz wollen, dass sich das ändert und haben ein Positionspapier entworfen. Demnach sei der Sport „gegenüber anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Gastronomie, Tourismus etc. privilegiert“. Daraus ergebe sich die besondere Verpflichtung, nicht zur Ausbreitung des Virus beizutragen. „Wie stellt sich die Situation in der 2. Basketball Bundesliga ProA dar? Nach den Aussagen sowohl der Coaches als auch der Spieler und Kapitäne wird die Testpraxis bei den Clubs sehr unterschiedlich gehandhabt. Sie reicht von gar keiner Testung bis zu regelmäßigen wöchentlichen Testungen. Im Sinne der Gesundheit der Spieler und deren Familien und zur Gewährleistung eines geordneten Spielbetriebs in unserer Liga halten wir es für dringend erforderlich, dass die Liga ihrer Verantwortung nachkommt und ein praktikables einheitliches Hygienekonzept vorlegt und umsetzt“, heißt es im Papier.

Triers Headcoach Marco van den Berg sieht das mediale Vorpreschen seiner Kollegen kritisch: „Ich verstehe nicht, wieso das in die Presse muss. Wir müssen Vertrauen in die Behörden und die Wissenschaft haben. Regelmäßige Tests sind für die kleineren Vereine nicht bezahlbar. Rostock und Jena sind finanziell besser aufgestellt und haben da einen Vorteil. Die Liga arbeitet da sehr anständig.“