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Römerstrom Gladiators Trier gewinnen gegen PS Karlsruhe Lions

Basketball : Almstedts Dreier-Festival: Gladiators gewinnen gegen Karlsruhe

Die Römerstrom Gladiators Trier beenden ihre Niederlagenserie: Nach einer verbesserten Leistung gewinnen die Moselaner in Karlsruhe mit 105:94. Besonders Jonathan Almstedt legt beeindruckende Zahlen auf.

Niederlagenserie gestoppt: Nach fünf Pleiten in Folge in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gewannen die Römerstrom Gladiators Trier gegen die Karlsruhe Lions mit 105:94. Neben einer verbesserten Offensivleistung zeichnete auch eine defensivschwache und nicht clevere Karlsruher Mannschaft verantwortlich für den Gladiators-Erfolg.

Zu Spielbeginn waren die Gladiators in Karlsuhe die griffigere Mannschaft. Einige Lücken in der Lions-Defense sorgten immer wieder für freie Würfe – vor allem von Robert Nortmann. Bezeichnend war eine Szene: Nortmann wurde hinter der Dreierlinie mutterseelenalleine stehen gelassen, zögerte, wurde noch immer nicht angegriffen und versuchte schließlich seinen ersten Dreier der Saison – ohne Erfolg. Besser gelang das je zweimal Kevin Smit und Jonathan Almstedt, die von hinter der Dreipunktlinie erfolgreich waren. Trier führte mit 15:11.

Dennoch: Auf beiden Seiten zeigten sich immer wieder Unkonzentriertheiten, die zu unnötigen Ballverlusten führten. Nach dem ersten Viertel standen beide Teams bei fünf Turnovers. Zum Ende des Spielabschnitts nutzte Trier offensiv immer wieder die Größenvorteile unter dem Korb und kam dadurch zu leichten Punkten. Karlsruhe hingegen nahm schwierigere Versuche, traf in dieser Phase aber ebenfalls hochprozentig. Das erste Viertel endete mit einem Rückstand für die Moselaner (21:22).

Karlsruhe kam besser in das zweite Viertel und eröffnete dieses mit einem starken Dreier. Die Trierer Korbjäger zeigten sich vor allem unter dem Korb wacher und schnappten Offensivrebound um Offensivrebound – ab und an auch mit etwas Glück (27:28). Die Lions schraubten in dieser Phase ihre Dreierquote auf über 50 Prozent nach oben und konnte dadurch die Lücken in der eigenen Zonenverteidigung punktemäßig wettmachen und das Spiel ausgeglichen halten (35:34).

Vor allem die Karlsruhe Lions machten sich das Spiel durch Fehler immer wieder schwer. Zehn – teilweise sehr unnötige – Ballverluste und zwei unsportliche Fouls in der ersten Halbzeit eröffneten den Gladiators immer wieder offene Würfe oder Freiwürfe. Auch deswegen war die Partie zum Ende der ersten Halbzeit immer wieder unterbrochen. Trier beendete die Halbzeit mit einem starken Kevin-Smit-Dreier und einer Führung (49:45). Smit war gemeinsam mit Jonathan Almstedt auch bester Scorer der Gladiators (jeweils elf Punkte). Verwunderlich aus Karlsruher Sicht: Almstedt schien unterschätzt zu werden – wobei der Nachwuchsspieler im Hinspiel gegen die Lions seine bisher wohl beste Saisonleistung gezeigt hatte (damals neun Punkte und zehn Rebounds beim 82:62-Sieg).

Zum Start in die zweite Halbzeit dezimierten sich die Karlsruhe Lions selbst. Saison-Topscorer Maurice Pluskota beging innerhalb von zwei Minuten seine Fouls Nummer vier und fünf – für ihn war die Partie damit beendet. Schlechter noch: Pluskota verlor beim Weg vom Feld noch einige – vermutlich nicht sonderlich nette – Wort in Richtung der Schiedsrichter, was mit dem nächsten unsportlichen Foul quittiert wurde (51:49). Ein denkbar schlechter Start in die Halbzeit für die Lions, ein bestmöglicher für die Gladiators.

Die Lions hatten den Gladiators in den ersten Minuten der Halbzeit kaum etwas entgegenzusetzen. Im Gegenteil: Trier baute den Vorsprung aus, auch durch den fünften erfolgreichen Dreier von Jonathan Almstedt (er sollte am Spielende sogar sechs von sechs Dreiern treffen). In einem weiter von vielen Unterbrechungen geprägten Spiel führten die Moselaner weiterhin (74:65). Auch wenn sich Karlsruhe zum Ende des Viertels stabilisierte, konnten die Gladiators immer wieder kontern und beendete den Spielabschnitt mit einer Elf-Punkte-Führung (80:69).

Vor allem offensiv präsentierten sich die Moselaner gefährlicher als in den vergangenen Partien – wenngleich auch die schwache Karlsruher Defensivleistung ihren Beitrag dazu leistete. Die Tatsache, dass sich Karlsruhe viele Fouls leistete nutzten die Trierer Korbjäger dadurch, dass sie ihre Freiwurfquote im Vergleich zu den den Niederlagen der letzten Wochen steigern konnten (am Ende 71 Prozent). Wieder waren die Lions nicht clever – auch Kavin Gilder-Tilbury (19 Punkte) nahm sich mit einem technischen Foul aus der Partie und war ausgefoult (78:90).

Auch wenn die Trierer Jonathan Dubas und Brody Clarke kurz vor Schluss ausgefoult wurden, offenbarten die Lions immer wieder defensive Lücken, wodurch es ihnen nie gelang, den Sieg der Gladiators wirklich zu gefährden (105:94). Bester Werfer der Trierer war am Spielende Jonathan Almstedt (22 Punkte), gefolgt vom starken Kevin Smit (20).