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Römerstrom Gladiators Trier gewinnen gegen Science City Jena

Basketball : Topleistung: Gladiators besiegen Tabellenführer aus Jena

Basketball: Trier schlägt nach Paderborn auch den Tabellenführer – dank einer starken Teamleistung und einigen Highlights des größten Spielers im Kader.

Besser hätte das Wochenende für die Römerstrom Gladiators Trier in der 2. Basketball Bundesliga nicht laufen können: Nach dem Heimsieg gegen Paderborn am Freitagabend (102:82) schafften die Moselaner am Sonntag einen Achtungerfolg gegen den Tabellenführer Science City Jena. Trier gewann ein sehr unterhaltsames Basketballspiel mit 82:68.

Schon zum Start der Partie bestätigte sich das, was man geahnt hatte: Mit Science City Jena mussten die Gladiators gegen eines der besten Teams der Liga ran. Nach einem starken Lauf der Thüringer lagen die Gladiators mit 2:10 zurück. Doch das Team von Marco van den Berg zeigte, dass es keinesfalls gewillt war, sich dem Tabellenführer kampflos zu ergeben: Unter anderem durch einen krachenden Dunk des 2,11-Meter-Mannes Austin Wiley kamen die Moselaner bis zur Hälte des ersten Viertels näher ran (10:12). Nach einem Dreier des wiedergenesenen Brody Clarke glich Trier sogar zum 13:13 aus. Der Kanadier stand am Ende des ersten Viertels bereits bei sieben Punkten – und bekam nach der Partie ein Sonderlob von Coach Marco van den Berg: „Er hat einen super Charakter und würde in jede Mannschaft passen.“ Durch einen sehr guten Offensivrhythmus führten die Gladiators am Viertelende mit 26:25.

Der Start ins zweite Viertel war geprägt von einigen Lücken in der Trierer Defensive, was den Thüringern mehrmals freie Dreier verschaffte, die sie – aus Trierer Sicht glücklicherweise – nur selten trafen. Der Tabellenführer war defensiv griffiger als im ersten Viertel und machte es der Trierer Offensive immer schwerer. Dennoch konnten die Gladiators die Führung verteidigen (37:32). Triers Coach Marco van den Berg zeigte sich – aufgrund der leeren Halle gut hörbar – mehrmals unzufrieden mit den Leistungen der Schiedsrichter. Mit der Leistung seines Teams war er hingegen zufrieden, wie er nach Spiel erklärte: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht.“ In einem guten Basketballspiel ging Trier mit einer Führung in die Halbzeitpause (46:42).

Coach Marco van den Berg schien seinem Team etwas in den Pausentee gemischt zu haben. Besonders dem größten Akteur im Kader: Austin Wiley. Der US-Amerikaner kam mit zwei starken Blocks und einem Dunk sehr stark aus der Pause (53:50). Wie der Coach nach dem Spiel sagte, lag das aber nicht an einer besonderen Behandlung in der Pause. Vielmehr habe er das System etwas umgestellt. „Das hat Austin super gemacht. Aber die anderen Spieler wie Brody Clarke oder Thomas Grün haben super verteidigt. Das dritte Viertel war entscheidend.“

Trier kontrollierte jetzt die Partie und führte gegen schwache Jeaner (erzielten nur zwölf Punkte im dritten Viertel) zweistellig zum Viertelende (67:54).

Auch im vierten Viertel zeigten die Moselaner eine starke Leistung. Es kam nie wirklich das Gefühl auf, dass der Tabellenführer eine Aufholjagd starten würde. Auch wenn das Team von Ex-Nationaltrainer Frank Menz mehr Dreier traf, offenbarten sich immer wieder Lücken in der thüringischen Defensive, die Trier mit Offensivrebounds und einfachen Punkten auszunutzen wusste. Dadurch konnte der Tabellenführer auf Distanz gehalten werden (78:62). Besonders beeindruckend war auch die Trierer Teamleistung, die in einem deutlichen Plus bei den Rebounds uferte (41:29). Am Ende gewann Trier mit 82:68. Topscorer war Matt Freeman mit 14 Punkten. Was Marco van den Berg besonders freute: Die 82 Trierer Punkte waren sehr ausgeglichen verteilt. „Das hilft, weil der Gegner sich nicht darauf konzentrieren kann, einen Spieler auszuschalten“, so der Niederländer.

Durch die beiden Siege gegen Paderborn und Jena stehen die Gladiators nun nach 20 Spielen bei zehn Siegen und ebenso vielen Niederlagen. Die Playoffs sind dadurch weiterhin in greifbarer Nähe. Weiter geht es für die Moselaner am 13. März – dann geht es zu den Kirchheim Knights. Dort müsse man die Leistung bestätigen: „Kirchheim ist auch gut. Vor allem in der eigenen Halle sind sie sehr gefährlich, weil die Ringe so butterweich sind, dass die Dreier fallen“, so der Coach.