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Römerstrom Gladiators Trier verlieren bei den Kirchheim Knights

Basketball : Führung verspielt: Römerstrom Gladiators Trier verlieren knapp bei den Kirchheim Knights

Trotz einer lange anhaltenden Führung verlieren die Römerstrom Gladiators Trier in Kirchheim mit 65:71. Erst im letzten Viertel drehen die Knights die Partie.

Gleich zu Beginn der Partie in Kirchheim deutete sich an, dass es ein enges Spiel werden könnte – was man bei den Tabellennachbarn (der Vierte traf auf den Sechsten, beide Teams mit einer guten Bilanz von sechs Siegen bei vier Niederlagen) schon vor der Partie erahnen konnte. Einzig das Niveau, das man bei diesen Tabellenpositionen erwarten konnte, ließ zu Beginn auf sich warten. Die Gladiators, die mit Garai Zeeb, Jonas Grof, Thomas Grün, Radoslav Pekovic und Brody Clarke begannen, taten sich schwer, in die Partie zu kommen. Pekovic etwa wurde bei seinen ersten beiden Versuchen stark von einem Knights-Akteur verteidigt. Das erste Ausrufezeichen kam dann aber von den Gladiators, als Thomas Grün Jonas Niedermanner fand, der den Alley-Oop krachen verwandelte (6:5). Trier fand danach besser ins Spiel und zeigte starken Einsatz. Ein Beispiel: Garai Zeeb, der einen eigenen Ballverlust dadurch wettmachte, dass er den Kirchheimer verfolgte und blockte. Nach dem ersten Viertel stand es in einer ausgeglichenen Partie 16:16.

Im Fokus der Aufmerksamkeit stand zum Start ins zweite Viertel Neuzugang Parker van Dyke, der sich gleich mit zwei Dreiern in sein neues Team einfand. Im Vergleich dazu noch kein Faktor war der in den vergangenen Wochen bärenstarke Brody Clarke, der noch keine Punkte, dafür aber zwei frühe Fouls auf der Anzeigetafel stehen hatte (34:26). Die Führung der Gladiators resultierte auch daraus, dass man deutlich mehr Rebounds erreichen konnte. Besonders offensiv sprach die Statistik zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Sprache (11:3 Offensivrebounds zugunsten der Gladiators). Trier konnte zum Ende des zweiten Viertels etwas davonziehen und die Führung auf zehn Punkte erhöhen (38:28). Weiterhin stark war Garai Zeeb, der einen Kirchheimer Dreier beispielsweise postwendend mit einem eigenen konterte. Topscorer waren zur Pause Parker van Dyke und Radoslav Pekovic mit jeweils 6 Punkten.

Römerstrom Gladiators Trier gegen Kirchheim Knights: Garai Zeeb stark im dritten Viertel

Der Start ins dritte Viertel gehörte dann Garai Zeeb. Binnen kurzer Zeit konnte er sein Punktekonto auf 14 Zähler hochschrauben und damit (scheinbar) klare Verhältnisse schaffen. Zwischenzeitlich führte Trier mit 47:33. Alles klar also? Denkste. Die Gladiators fanden in der Folge offensiv weniger gute Lösungen, Kirchheim konnte den Abstand auf sieben Zähler verkürzen. Das Problem der Hausherren aus Kirchheim, die bisher eine starke Saison spielen war jedoch, dass man zwar defensiv ordentlich stand, offensiv aber zu oft auf eigene Faust versuchte zum Erfolg zu kommen, als gemeinschaftliche Lösungen zu suchen. Der kleine Lauf der Teckstädter wurde durch einen krachenden Pekovic-Dunk unterbrochen (51:42). Es deutete sich jedoch ein spannendes letztes Viertel an, in dem die Gladiators einen starken Brody Clarke gebrauchen könnten, der am Ende des dritten Spielabschnitts jedoch auf relativ wenig Spielzeit und keine Punkte kam. Ein Lauf der Kirchheimer sorgte dafür, dass das Spiel zum Ende des dritten Viertels sogar fast pari stand (52:50).

Gladiators Trier und Kirchheim Knights liefern sich spannendes Finish

Neuzugang Parker van Dyke eröffnete das entscheidende letzte Viertel mit seinem dritten erfolgreichen Dreier. Der erst in dieser Woche verpflichtete US-Amerikaner zeigte allgemein ein anständiges erstes Spiel. Kirchheim glich nach drei in diesem Viertel gespielten Minuten aus (55:55) und konnte daraufhin sogar auf vier Punkte davonziehen. Offensiv kein derart großer Faktor wie in den Vorwochen waren die Trier Big Men Pekovic und Clarke, vor denen Kirchheims Coach Igor Perovic vor der Partie gewarnt hatte. Ungünstig: Beide sammelten bereits einige Minuten vier von fünf Fouls. Bezeichnend war, dass Brody Clarke dreieinhalb Minuten vor Schluss einen freien Korbleger vergab, den er bei seinen Qualitäten normalerweise im Schlaf verwandelte.

Zum Helden wurde auf Kirchheimer Seite schließlich Jonathan Williams, der zwar lange abgetaucht war, im letzten Viertel jedoch sechs Punkte in Folge erzielte (62:69). Auch er war mitentscheidend dafür, dass Kirchheim die Partie mit 65:71 aus Trierer Sicht gewann.

Topscorer bei Trier war Garai Zeeb (14) gefolgt von Parker van Dyke (11).