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Basketball
Sieg im zweiten Playoff-Viertelfinale – Gladiators Trier gewinnen gegen Heidelberg

Johannes Joos hat am Mittwoch sein Comeback für die Gladiators gefeiert.
Johannes Joos hat am Mittwoch sein Comeback für die Gladiators gefeiert. FOTO: Willy Speicher
Trier. Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein erstes Heimspiel der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen die Academics Heidelberg am Mittwochabend mit 83:70 (45:43) gewonnen und somit den 1:1-Ausgleich in der Viertelfinal-Serie geschafft. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Am Ende, als der Sieg eingefahren ist, als die Ehrenrunde gedreht ist, da gibt Lucien Schmikale nochmal den Ton an – so wie wenige Minuten zuvor auf dem Feld, als er diese wichtigen Dreier erzielt hat. Jetzt stimmt er mit den Fans die Humba an – dann wird gefeiert. Grund dazu haben die Römerstrom Gladiators Trier: Nach einer überzeugenden Vorstellung haben sie am Mittwochabend vor 2721 Zuschauern in der Arena im ersten Playoff-Viertelfinal-Heimspiel die Academics Heidelberg mit 83:70 (45:43) besiegt und somit den 1:1-Ausgleich in der Serie erreicht.

Die erste gute Nachricht gibt’s schon, da ist noch keine Minute gespielt: Center Johannes Joos ist nach überstandener Knieverletzung dabei – zwar noch mit Bandage am Knie, aber einsatzbereit und topfit, wie sich später zeigen wird. 3:51 Minuten stehen im ersten Viertel noch auf der Uhr, da betritt Joos unter großem Jubel der Fans zum ersten Mal das Feld – noch größer ist der Jubel, als er mit dem Viertelende seine ersten Punkte zum 23:23-Ausgleich erzielt.  Dabei hatten die Gäste aus der Kurpfalz wenige Minuten zuvor nach einem Dunking von Martin Seiferth mit acht Punkten geführt (15:23). Doch Trier lässt sich nicht beeindrucken, zeigt von Beginn an eine couragierte Vorstellung. Der Ausgleich zum Viertelende ist die logische Konsequenz.

Und so geht’s weiter: Trier spielt zu Beginn der zweiten zehn Minuten richtig stark, dominiert die Partie, schafft viertelübergreifend einen 15:0-Lauf, und führt verdient (30:23). Der Einsatz ist vorbildlich, offensiv wie defensiv. Beispielhaft zwei Szenen: Thomas Grün blockt seinen Gegenspieler defensiv und leitet den Schnellangriff ein. Offensiv legt Johannes Joos einen Ball daneben, aber Anton Shoutvin sichert den Offensiv-Rebound und punktet. Hinzu kommen immer wieder sehenswerte, erfolgreich abgeschlossene Spielzüge wie beispielsweise zwischen Kyle Dranginis und Justin Alston. Die beiden bringen die Arena zum Jubeln, als Alston ein Alley-oop-Anspiel in den Heidelberger Korb stopft (40:34).

Weil sich Trier allerdings gegen Ende des zweiten Viertels dann offensiv wie defensiv mehrere Unaufmerksamkeiten leistet, die in Ballverluste münden und Heidelberg sehr gut trifft (u.a. Albert Kuppe, Shy Ely) schmilzt der Vorsprung bis zur Pause (45:43).

Nach der Halbzeit nimmt die Partie so richtig Fahrt auf, beide Teams spielen schnell. Trier macht es weiter gut, verteidigt aggressiv und vorne läuft sehr viel über Johannes Joos, der nach seiner langen Verletzungspause eine enorme Fitness aufweist. Allerdings bleibt die Partie eng. Heidelberg lässt sich aufgrund seiner individuellen Qualität nie abschütteln, trifft hervorragend in Person von Eric Palm und Shy Ely – nach einem Ely-Dreier führen die Gäste Mitte des dritten Viertels plötzlich (53:54).

Aber Trier verteidigt in diesem intensiven Playoff-Spiel weiterhin einfach stark, und macht es auch offensiv gut. Nach einem Dreier von Lucien Schmikale gut zwei Minuten vor Ende des dritten Viertels tobt die Halle (62:54) – Heidelbergs Trainer Branislav Ignjatovic reicht’s danach, er nimmt eine Auszeit.  Mit einem weiteren erfolgreichen Dreier von Triers Nummer 6 geht’s dann in die letzte Viertelpause (66:59).

Im Anschluss macht Schmikale dann einfach da weiter, wo er wenige Minuten zuvor aufgehört hat: Er wird wieder hervorragend freigespielt und versenkt den Nächsten. Nach einem weiteren Drei-Punkte-Wurf von Simon Schmitz ist die Partie fünf Minuten vor Ende so gut wie durch (74:60). Dies liegt aber auch an Triers bestem Schützen Thomas Grün. Der punktet zweistellig und arbeitet gleichzeitig herausragend in der Defensive.

Insgesamt ist es eine überzeugende Mannschaftsleistung der Gladiatoren und ein absolut verdienter Heimsieg. Nächstes Spiel ist am Samstag in Heidelberg (19.30 Uhr). Das nächste Heimspiel am Montag in Trier (20 Uhr).

Punkte Trier: Alston 12, Dranginis 1, Smit 2, Bucknor 6, Hennen 0, Schmikale 13, Schmitz 12, Grün 15, Joos 9, Shoutvin 13 - ZS: 2721