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Basketball
Klatsche in Hamburg: Gladiators verlieren deutlich beim Tabellenzweiten

Gladiators
Gladiators FOTO: Verein
Trier . Das war heftig: Die Römerstrom Gladiators Trier haben am Mittwochabend ihre erste Auswärtsniederlage der Saison kassiert – es wurde sehr deutlich. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Auswärtsfahrten sind schön? Bisher schon für die Römerstrom Gladiators Trier: Fünf Auswärtsspiele, fünf Siege lautete die Bilanz – bis Mittwochabend. Da hat das Team von Trainer Christian Held bei den Hamburg Towers die erste Auswärtsniederlage kassiert – eine, die sich gewaschen hat: mit 62:108 (33:50) sind die Gladiatoren an der Elbe untergegangen. Es ist die höchste ProA-Niederlage der Trierer. Ein Spiel zum Vergessen.

Schon der Start geht vor gut 3000 Zuschauern in der Inselparkhalle so richtig in die Hose: Der Spielstand nach vier Minuten sagt alles: 3:19. Die Gladiatoren agieren fahrig. Hamburg ist sofort das deutlich bessere Team, spielt wacher, mit mehr Physis, sichert sich immer wieder Offensivrebounds und verteidigt bärenstark, nimmt den Gästen dadurch viele Offensiv-Optionen. Triers Trainer Christian Held ist früh bedient, nimmt gut zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels schon seine zweite Auszeit. Die ersten zehn Minuten gehen klar an das Team aus der Hansestadt (14:28).

Dann folgt die beste Trierer Phase: In den ersten knapp fünf Minuten des zweiten Viertels sieht‘s kurz mal nach Normalform aus. Die Gäste sind wacher in der Defensive und machen es vorne gut. Das Resultat: ein 11:2-Lauf. Trier ist dran (25:30). Doch der Aufschwung ist schnell vorüber.

Bis zur Pause ist Hamburg wieder klar besser. Das Team von Trainer Mike Taylor geht mit einer klaren Führung in die Kabine (33:50). Das liegt zum einen daran, dass die Towers weiterhin sehr klug verteidigen, den Ball vorne zudem hervorragend laufen lassen, mit schnellen Pässen den freien Mann finden und in Person von Andrew Barham und Beau Beech hervorragend aufgelegte Schützen in ihren Reihen haben. Hinzu kommt: die Rebound-Dominanz – 23:48 lautet das Rebound-Duell aus Trierer Sicht nach Ende der Partie.

Zum anderen: Die Trierer verteidigen mit viel zu wenig Intensität. Vorne spielen sie es zu ungenau, leisten sich einen Ballverlust nach dem anderen. Zu selten schafft es das Held-Team, den Ball auf seine Langen unterm Korb zu bringen. Gelingt das mal, ist es meist erfolgreich – so wie wenige Sekunden vor der Pause, als Jermaine Bucknor runter auf Triers Besten, Johannes Joos, spielt, der zum 33:50-Halbzeistand trifft.

Und nach der Pause dann die Wende? Nein, im Gegenteil. Es kommt noch schlimmer. Trier kassiert direkt zu Beginn des dritten Viertels einen 0:10-Lauf (33:60). Die Gladiatoren stehen völlig neben sich. Schrittfehler, Fehlpässe, auch ein Dunking landet daneben: offensiv geht nichts. Und defensiv können sie die hervorragenden Hamburger nicht stoppen. Auch eine Umstellung auf Zone hilft nicht. Als Justus Hollatz den Vorsprung für die Towers gut vier Minuten vor Ende des dritten Viertels auf 30 schraubt (35:65) ist das schon die Vorentscheidung. Hamburg spielt den Sieg danach locker nach Hause.

Nach dieser Klatsche ist am Sonntag (17 Uhr) zu Hause gegen Paderborn dringend eine Reaktion gefragt.

Punkte Trier: Lewis 5, Smit 0, Bucknor 9, Hennen 2, Schmikale 1, Dietz 2, Schmitz 9, Grün 9, Buntic 0, Gloger 4, Joos 21 - Viertelstände: 14:28/33:50/43:76/62:108 – Zuschauer: 3400