Basketball : Wird’s märchenhaft? - Trier vor dem Gastspiel in Hanau

Nach zuletzt fünf Siegen in Serie treten die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend bei den Hanau White Wings an (19 Uhr/www.airtango.live). Vor dem Spiel hat der TV mal mit Trainer Marco van den Berg über Heimrecht, Märchen und Kilian Dietz gesprochen.

Hänsel und Gretel ist so eins. Rapunzel auch, oder Aschenputtel. „Jaja, die Gebrüder Grimm“, sagt Marco van den Berg lachend, „dass die beiden aus Hanau kommen, das habe ich vor drei Jahren rausgefunden, als wir zum ersten Mal mit den Gladiators dort gespielt haben“. Die 100 000-Einwohner-Kommune östlich von Frankfurt schmückt sich mit den beiden Dichtern, die 1785 und 1786 dort geboren wurden, nennt sich heute Gebrüder-Grimm-Stadt.

„Vielleicht können wir dort ja an unserem eigenen Märchen weiterschreiben“, sagt van den Berg augenzwinkernd. Märchenhaft im Sinne der Gladiators wäre derzeit das Erreichen von Platz 3 oder 4. Denn das heißt: Heimrecht in den Playoffs. Das wichtige erste, das dritte und ein mögliches fünftes Spiel der Best-of-Five-Serie würden dann in eigener Halle ausgetragen werden.

Um das zu schaffen, müssen zum einen die aktuell Dritt- und Viertplatzierten aus Heidelberg und Köln möglichst viele ihrer drei verbleibenden Spiele verlieren. Trier zum anderen möglichst viele seiner drei ausstehenden Duelle (Hanau, Kirchheim, Nürnberg) gewinnen – und damit am besten am heutigen Samstagabend beim Tabellenachten Hanau White Wings beginnen (19 Uhr/www.airtango.live). Fest steht: Gelingt den Gladiatoren in Hessen der dritte Auswärtssieg in Serie, hätten sich auch letzte Restzweifel an der Playoff-Quali erledigt.

„Hanau könnte das schwerste der verbleibenden drei Saisonspiele sein“, prophezeit der Gladiators-Coach. Doch sein Team habe das Ziel, alle drei restlichen Hauptrunden-Duelle zu gewinnen. Und dann: „Müssen wir schauen, was die anderen machen, und hoffen“.

Das Hinspiel gegen Hanau entschieden die Gladiatoren Ende Oktober mit 75:65 für sich. Es war bis heute das letzte Spiel von Center Kilian Dietz, der seitdem verletzt ausfällt. Van den Berg verrät: „Vielleicht ist Kili eine Option in den Playoffs, vorher aber auf gar keinen Fall.“

Hanau, das Team des US-amerikanischen Trainers Simon Cote, hat fünf der vergangenen sechs Spiele gewonnen, unter der Woche allerdings in Heidelberg verloren (75:88). „Chase Adams, Paul Albrecht und Till-Joscha Jönke sind die Anführer“, weiß der Gladiators-Trainer. „Sie spielen sehr physischen Basketball, haben zudem viele Amerikaner, die das Eins-gegen-Eins suchen. Es wird eine echte Herausforderung für uns.“

Doch nach zuletzt fünf Siegen in Serie und 12 Erfolgen aus den vergangenen 15 ProA-Duellen reisen die Gladiatoren mit jeder Menge Selbstvertrauen nach Hessen. „Wir spielen seit Wochen einen guten Offensiv-Basketball, mit viel Tempo. So werden wir auch in Hanau antreten“, sagt Triers Trainer.

Neben den verletzten Johannes Joos und Kilian Dietz fehlt auch Aufbauspieler Rupert Hennen (Abiturfeier).

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