Trierer kassieren beim SWT-Cup zwei deutliche Niederlagen

Trier : Ein neuer Geist hält bei den Gladiators Einzug

Basketball: Trierer kassieren beim SWT-Cup zwei deutliche Niederlagen gegen Bundesligisten, der Neuzugang überzeugt aber.

Die beiden klaren Pleiten gegen die Bundesligisten aus Bayreuth (68:90) am Samstag und gestern gegen Göttingen (68:99) und den letzten Platz beim Vierer-Turnier um den SWT-Cup konnten sie bei den Gladiators Trier locker wegstecken. Viel wichtiger war für Trainer Christian Held die Erkenntnis, dass „wir uns auch innerhalb des Turniers weiterentwickelt haben und auf einem guten Weg in der Vorbereitung sind“. Sieger des SWT-Cups wurden die Belgier von Belfius Mons-Hainault (83:77 gegen Bayreuth)

Knapp zwei Wochen vor dem ersten Spiel in der zweiten Bundesliga in der Arena gegen die Lions aus Karlsruhe (Samstag, 21. September, 19.30 Uhr) konnten die Gladiators im Spiel um Platz drei gegen Göttingen sogar bis ins dritte Viertel hinein mithalten. „Wir haben offensiv gut den Ball bewegt und auch defensiv starke Aktionen gehabt. Dann mussten wir aber nicht zuletzt unserer personellen Situation Tribut zollen“, sagte Held.

Damit spielte er neben dem sowieso verletzten Stefan Ilzhöfer (Probleme am Fuß) auf die gegen Göttingen fehlenden Kevin Smit und Jermaine Bucknor an: Beide zogen sich gegen Bayreuth Schnittverletzungen zu, mussten am Hals (Smit) beziehungsweise unterm Auge (Bucknor) genäht werden.

Außer Gefecht gesetzt war auch ein Akteur auf Bayreuther Seite, der nur allzu gerne an einer seiner früheren Wirkungsstätten  mitgewirkt hätte: Andreas Seifert. Der einstige Spieler der damaligen TBB Trier (2011 bis ’14) ist aber noch wochenlang wegen einer Schulterverletzung außer Gefecht gesetzt. „Es wäre schon cool gewesen, nach dem Allstarday im März hier wieder auf dem Platz stehen zu können“, schaute Seifert etwas wehmütig zu. Der Auftritt der Gladiators machte ihm am Samstag aber durchaus Spaß: „Trier kam zwar nicht gut rein, hat dann versucht aggressiv dagegenzuhalten. Zwischendurch wurde es ziemlich physisch.“

Besonders genau schauten die Zuschauer darauf, wie sich Jordan Geist, der einzige Trierer Neuzugang, präsentierte. Für Gladiators-Geschäftsführer Achim Schmitz überzeugte der 22-jährige, zuvor an der University of Missouri in den USA aktive Guard, bereits am Samstag, steuerte dieser doch gleich 28 Punkte bei.  Sonntag ließ Geist trotz einer Daumenprellung, mit der er sich während der Woche herumgeplagt hatte,  16 weitere Punkte folgen und war damit wiederum der treffsicherste Trierer. „Er bringt Tempo und Zug zum Korb mit“, hat Manager André Ewertz beobachtet. Geist sieht sich bei den Gladiators gut aufgenommen und war zufrieden: „Das war okay. Wir alle müssen uns aber noch weiter steigern.“ Auch Headcoach Held zeigte sich angetan von der Vorstellung Geists, weiß aber, wo er sich auch noch verbessern sollte: „Bei sieben Versuchen hat er gegen Bayreuth keinen einzigen Dreier erzielt.“ Im Duell mit Göttingen war es ein erfolgreicher Versuch von vier Würfen. Allzu hoch möchte Held die Messlatte für Geist (noch) nicht legen: „Er ist ein junger Spieler und wird sicher noch einige Höhen und Tiefen durchleben.“

Nur jeweils rund 500 Zuschauer an den beiden Turniertagen waren nicht das, was sie sich bei den Gladiators vorgestellt hatten. „Wir gingen schon davon aus, uns an der 1000er Grenze zu bewegen“, sagte Manager Ewertz. „Mehr Basketball mit zwei deutschen, einem belgischen Erstligisten und unserer Mannschaft geht doch fast nicht“, zeigte sich auch Geschäftsführer Schmitz ob des attraktiven Teilnehmerfeldes enttäuscht von der Resonanz.