| 16:44 Uhr

Basketball
Geschenke gibt's erst nach dem Heimspiel: Trierer Gladiators treten gegen Baunach an

Kevin Smit (mit Ball) trifft am Freitag mit Trier auf Baunach.
Kevin Smit (mit Ball) trifft am Freitag mit Trier auf Baunach. FOTO: Sebastian Schwarz
Trier. Warum so mancher Spieler und der Trainer von den Gladiators Trier vor dem Duell am Freitagabend gegen Baunach nicht nur vor sportlichen Herausforderungen stehen. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Kevin Smit kann sehr gut nachempfinden, was seinen Trainer Marco van den Berg in diesen Stunden so umtreibt. „Ganz ehrlich? Ich habe auch noch nicht alle Geschenke zusammen, muss auf jeden Fall noch mal in die Stadt, das eine oder andere besorgen“, gesteht der Aufbauspieler der Römerstrom Gladiators Trier am Donnerstag. Immerhin, so fügt er lachend an, das Geschenk für seine Freundin habe er schon eingetütet. Somit ist er bereits einen entscheidenden Schritt weiter als sein Trainer. Dessen Zahl an bereits gekauften Geschenken: 0. „Oh, ich weiß gar nicht, wie ich das alles noch schaffen soll“, stöhnt van den Berg. „Meine Familie kommt am Samstagnachmittag aus Holland, die haben schon alle Geschenke, das weiß ich. Nur ich habe noch nichts. Wahrscheinlich muss ich am Samstagmorgen los in die Stadt.“ Das, da ist er sich sicher, werde eine ganz große Herausforderung.

Eine sportliche Herausforderung erwartet ihn und sein Team schon heute Abend in der Arena Trier. Um 20 Uhr geht’s im Vor-Weihnachts-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Baunach Young Pikes. Nach zuletzt zwei Siegen gegen Ulm und in Hamburg eine machbare Aufgabe, oder? „Baunach ist nicht so schlecht, wie es der Tabellenstand aussagt“, warnt Kevin Smit. „Sie haben in der vergangenen Woche gegen Paderborn nur sehr knapp verloren. In der ersten Halbzeit haben sie mir richtig gut gefallen.“ Der 26-Jährige ist sich sicher: „Das ist ein gutes Team. Wir müssen extrem fokussiert sein, um dieses Heimspiel zu gewinnen.“

Auch Marco van den Berg hält das Ausbildungsteam von Bundesligist Brose Bamberg keinesfalls für einen sicheren Absteiger: „Ich denke, sie haben ein ähnliches Problem wie wir in den vergangenen Monaten: Im Team hat sich noch kein echter Führungsspieler herauskristallisiert. Sobald das der Fall ist, werden sie auch mehr Spiele gewinnen, da bin ich mir sicher.“ Die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter spiele einen „vernünftigen Basketball“, findet der Gladiators-Coach, basierend auf einer gut organisierten Defensive.

Zu den wichtigsten Spielern im Kader der Franken gehört Louis Olinde. Der Sohn des früheren Göttinger Bundesligaspielers Wilbert Olinde ist auch für Bamberg in der BBL aktiv und kommt in seinen bisherigen acht Pro-A-Saisonspielen für Baunach auf durchschnittlich elf Punkte sowie knapp fünf Assists.

Auf Trierer Seite lief die Woche nach zwei Siegen in Serie entspannt. Es gibt keine neuen Ausfälle zu vermelden.Bis auf die Langzeitverletzten sind gegen Baunach alle einsatzfähig. Auch Neuzugang Robert Nortmann wird dabei sein. Für den Deutsch-Kanadier ist es das erste Heimspiel. „Er findet sich immer besser zurecht im Team“, sagt Triers Trainer.