Großes Selbstvertrauen, gestutzte Flügel und eine Reise zu den Spatzen

Trier/Ulm · Noch erfolgreicher als das schwäbische Modell: Die Basketball-Bundesligisten Ulm und Trier haben einen vergleichbaren Etat. Bei beiden Clubs erhalten junge deutsche Spieler zudem viel Spielzeit. Die Schwaben fahren mit dieser Philosophie seit einigen Jahren gut - und für Trier läuft es noch besser. Am Sonntag treffen beide Teams in Ulm aufeinander.

 Gut gestopft: TBB-Center Maik Zirbes beim Dunking. In Ulm erwartet ihn eine schwere Aufgabe.TV-Foto: Willy Speicher

Gut gestopft: TBB-Center Maik Zirbes beim Dunking. In Ulm erwartet ihn eine schwere Aufgabe.TV-Foto: Willy Speicher

Sieben Spiele stehen für den Basketball-Bundesligisten TBB Trier in der Hauptrunde noch an. Von der Papierform her gehört das Spiel am Sonntag in Ulm (16 Uhr) zu den etwas leichteren Aufgaben: Die TBB reist als Tabellensechster zu den Schwaben. Der überzeugende Sieg am Mittwoch gegen Oldenburg dürfte das Selbstbewusstsein noch befeuert haben. Die "Spatzen" hatte zudem gestern Abend noch ein Auswärtsspiel in Hagen (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) und haben entsprechend weniger Zeit, sich auf den Gegner einzustellen. Von einer Favoritenrolle will Henrik Rödl aber nichts wissen. Schließlich muss der TBB-Trainer weiterhin auf die verletzten Flügelspieler Philip Zwiener und Oskar Faßler verzichten. Die Kollegen sind gegen Oldenburg zwar in die Bresche gesprungen. Für Rödl war es "eine unserer besten Saisonleistungen". Aber ein solcher Kraftakt wird kaum in jedem Spiel möglich sein.

Das Heimspiel gegen Ulm verlief absolut ausgeglichen. Die TBB hatte beim 85:79 das bessere Ende für sich, auch dank eines gut aufgelegten Aufbauspielers Dru Joyce, der zuvor bereits für Ulm in der BBL gespielt hatte.

Die Ulmer liegen in der Tabelle zwar einige Plätze hinter den Trier ern. In mancher Hinsicht hat der Club von Trainer Mike Taylor eine kleine Vorbildfunktion für die TBB. Die Ulmer setzen wie die TBB verstärkt auf deutsche Talente. Aufbauspieler Per Günther und Flügelspieler Robin Benzing sind längst zu festen Größen in der BBL geworden. Benzing gehört mit über 16 Punkten im Schnitt zu den besten Punktesammlern der ganzen Liga. Mit einem ganz undankbaren Gegenspieler bekommen es auch die Trierer Center Maik Zirbes und George Evans zu tun. Für John Bryant sind zweistellige Werte bei Rebounds und Punkten ("Double-Double") eher die Regel als die Ausnahme. Nach der Hinrunde bezeichnete Maik Zirbes den US-Center als seinen "bisher stärksten Gegenspieler".

Hören, wie es läuft: Den Internet-Livestream zum Spiel finden Sie unter www.volksfreund.de/extra. In der Gaststätte Cubiculum bietet der Club ein moderiertes, so genanntes "Public Listening" an.