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"Grundstein" für die Treverer

"Grundstein" für die Treverer

Erste Verpflichtung des neuen TBB-Trainers Henrik Rödl: Die Trierer Basketballer haben den erfahrenen Power Forward Dragan Dojcin verpflichtet (zuletzt Berlin, Vertrag bis 2012). Kapitän James Gillingham kehrt indes nicht an die Mosel zurück.

Trier. (AF) Trainer Henrik Rödl hat eine klare Vorgabe: Der Fokus liegt auf der Nachwuchsarbeit. Mehr Spielzeit für die jungen Spieler - das ist seine Maßgabe.

Nur mit Talenten wird für die Trierer Basketballer aber in der 21. Bundesliga-Saison nichts zu holen sein. So setzt Rödl bei seiner ersten Verpflichtung auf einen Neuen, der auf dem Parkett unangefochtener Führungsspieler sein soll. Dragan Dojcin, 34, ein Power Forward mit Erfahrung und Biss. Rödl weiß, was er an dem Serben hat. Beide kennen sich aus gemeinsamen Jahren bei Alba Berlin, wo Dojcin seit 2007 unter Vertrag stand. Dojcin wurde mit Alba Berlin Deutscher Meister und Pokalsieger. Zuletzt stand er im Schnitt 25 Minuten pro Spiel auf dem Parkett und machte dabei 5,9 Punkte.

Rödl nennt ihn einen "Kämpfertyp" - dies- und jenseits des Parketts. Dojcin soll der Leitwolf für das junge Team werden: "Seine absolute Stärke liegt in der Art und Weise, wie er eine Mannschaft führt und seinen Mitspielern Vorbild ist", sagt Rödl, der seinen "Wunschspieler" als Grundstein der neuen Mannschaft sieht.

Einer, mit dem Rödl nicht mehr plant, ist der bisherige Kapitän James Gillingham. 2004 kam der damals 23-Jährige nach Trier, seiner ersten Profistation. Von sich reden machte "Gilli" vor allem durch seine Verteidigung und seine Drei-Punkt-Würfe - aber auch durch seine große Beliebtheit bei den Fans. Der Kanadier hat sich noch nicht entschieden, wie es für ihn weitergehen soll: "Ich hatte eine schöne Zeit in Trier, aber ich habe auch Verständnis dafür, dass der neue Coach komplett neu anfangen will." Noch sei unklar, ob er weiter Basketball spiele oder ins Berufsleben starte.

Der 2,04 Meter große Dojcin ist in Trier als Starter eingeplant. Das bedeutet zugleich: Für Chris Copeland, den Topscorer der Bundesliga, ist im TBB-Kader (und -Budget) kein Platz mehr. Copeland hatte zwei Jahre in Trier gespielt und sich auch auf den Wunschzettel von anderen Clubs gespielt. Der große Unterschied zwischen altem und neuem Power Forward: Copeland war vielleicht der beste Offensivspieler der ganzen Liga, aber er war kein ausgesprochener Führungsspieler - wie auch keiner seiner Kollegen im vergangenen Jahr. Dieses Problem soll nun Dojcin im Kader 2010/11 beheben.