1. Sport
  2. Basketball

Hand drauf - Wieso an Gladiators-Center Joey van Zegeren in den Playoffs aktuell kein Weg vorbeiführt

Hand drauf - Wieso an Gladiators-Center Joey van Zegeren in den Playoffs aktuell kein Weg vorbeiführt

Vor Playoff-Spiel Nummer drei am Mittwochabend in Chemnitz (19.30 Uhr/keine Liveübertragung im Internet) hat der TV mit Gladiators-Center Joey van Zegeren gesprochen.

Wie es sich anfühlt, wenn Joey van Zegeren durchzieht, was er sich vornimmt, haben Jonas Richter und Malte Ziegenhagen am Sonntagnachmittag zu spüren bekommen. "Mein Plan war es", erzählt Triers Center am Montagmittag im Gespräch mit dem TV, "den Fokus auf Rebounds und Blocks zu legen".

Hat ganz gut geklappt: Neun Rebounds und vier geblockte Würfe stehen für den Niederländer nach dem Trierer 64:48-Heimsieg gegen die Chemnitz Niners in Playoff-Viertelfinalduell Nummer zwei auf dem Statistikzettel. Es sind erst wenige Sekunden gespielt, als Joey van Zegeren zum ersten Mal zur Tat schreitet: Als Chemnitz' Jonas Richter zum Korbleger ansetzt, räumt ihn Triers Mann mit der Nummer 21 ab. Rasend schnell schießt van Zegerens rechte Hand in die Höhe, blockt den Korbleger und fängt den Ball danach sogar.

Dann, Mitte des zweiten Viertels, Chemnitz ist gerade auf vier Punkte herangekommen, trifft es Niners-Flügelspieler Malte Ziegenhagen. Der frühere Bayreuther macht sich auf zum Korb, versucht den Abschluss - doch schon wieder hat van Zegeren was dagegen. Mit großer Wucht blockt er Ziegenhagens Wurf, der Ball fliegt ins Aus. Drei Blocks, sieben Rebounds sechs Punkte in Spiel Playoff-Duell Nummer eins am Freitag, vier Blocks, neun Rebounds, acht Punkte in Playoff-Duell Nummer zwei am Sonntag - pünktlich zu den Playoffs wird der 2,08-Meter-Mann ein immer wichtigerer Faktor im Spiel der Römerstrom Gladiators Trier.

Nachdem der Niederländer während der Hauptrunde immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte - erst plagten ihn Knieprobleme, dann erwischten ihn drei Gehirnerschütterungen - steigert sich der 26-Jährige nun von Spiel zu Spiel. "Ich fühle mich gut, bin derzeit bei 80 Prozent", sagt van Zegeren. "Durch meine Verletzungen hatte ich echt viele Auf und Abs in dieser Saison, aber jetzt wird's besser. Richtig wichtig ist für mich, dass ich das Vertrauen meiner Teamkollegen spüre, das hilft natürlich sehr."

Auch Coach Marco van den Berg lobt den Center. "Joeys Leistung in Spiel zwei war hervorragend. Er wird immer besser und kann noch ein ganz wichtiger Faktor werden für uns in dieser Serie." Besonders gegen ein Team wie Chemnitz, das häufig den direkten Weg zum Korb suche, sei van Zegeren sehr hilfreich. "Mit seiner Statur schützt er unseren Korb, zudem bringt er viel Erfahrung mit, hat auf dem College gegen spätere NBA-Spieler gespielt."
Nach dem Heimsieg vom Sonntag sieht Joey van Zegeren vor Spiel drei am Mittwochabend in Sachsen (19.30 Uhr/keine Liveübertragung im Internet) einen psychologischen Vorteil auf Trierer Seite.

"Speziell die Tatsache, dass wir das Spiel nicht knapp gewonnen haben, sondern sehr deutlich, gibt uns Selbstvertrauen." Sein Trainer zeigt sich am Montag zufrieden mit dem Auftritt seines Teams in Spiel zwei. "Was wir defensiv gezeigt haben, war sehr gut. 48 Punkte gegen eines der offensivstärksten Teams der Liga zuzulassen, ist beachtlich." Während van Zegeren in den beiden bisherigen Playoff-Duellen jeweils gut 20 Minuten auf dem Parkett stand, tut sich Center-Kollege Kilian Dietz noch schwer. Nach fünf Minuten Einsatzzeit in Spiel eins folgen in Spiel zwei sieben Minuten. Beide Male verhindern frühe Foulprobleme, dass Dietz wie gewohnt ins Spiel findet.

Der freie Kartenvorverkauf für Playoff-Duell Nummer vier am Ostersamstag (19 Uhr/Arena Trier) hat am Montag begonnen. Die Plätze von Dauerkartenkunden bleiben bis einschließlich Dienstag reserviert.Extra: PLAYOFFS IM ÜBERBLICK


Während die Gladiators Trier ihre Playoffserie gegen Chemnitz mit dem Heimsieg vom Sonntag ausgleichen konnten, sieht es in anderen Playoff-Duellen der 2. Basketball-Bundesliga eindeutiger aus. So hat Hauptrunden-Tabellenführer Mitteldeutscher BC seine beiden Spiele gegen die Rheinstars Köln gewonnen und kann sich mit einem weiteren Heimsieg am Mittwoch bereits fürs Halbfinale qualifizieren. Für eine Überraschung sorgen die Rockets Gotha. Die Thüringer haben ihre beiden Duelle gegen Favorit Crailsheim Merlins gewonnen und können morgen ebenfalls schon ins Halbfinale einziehen. Nichts entschieden ist dagegen im Duell zwischen Kirchheim und Heidelberg, nachdem die Heidelberger die Serie am Sonntag mit einem Heimsieg ausgleichen konnten. Trier - Chemnitz 64:48/70:76 (1:1) MBC - Köln 84:66/81:68 (2:0) Crailsheim - Gotha 77:86/78:80 (0:2) Kirchheim - Heidelberg 71:64/71:96 (1:1)