Hoher Besuch

Maik Zirbes will dem Trierer Basketball etwas zurückgegeben. Daher wirbt der früherer TBBler für den Förderverein des Trierer Basketballs. Bei einem Besuch in Trier hat er nun über den Förderverein, seine Zeit in Belgrad und seinen Wechsel nach Israel gesprochen.

Trier. Eigentlich ist Maik Zirbes ins Restaurant "Front of House" an der Arena Trier gekommen, um den Trierer Basketball zu unterstützen, dem er seine Ausbildung und seinen Aufstieg zur europäischen Basketball-Größe zu verdanken hat. Doch als der 26-Jährige am Dienstagabend das Lokal betritt, muss er zunächst einmal einer Handvoll junger Fans ihre Basketbälle und Shirts signieren, bevor er auf dem Podium über den Förderverein des Trierer Basketballs e.V. - dessen Mitglied und Botschafter er ist - aber vor allem über seinen Wechsel zu Maccabi Tel Aviv und über sein Leben im Rampenlicht spricht.
"Wenn du in Belgrad vor 24 000 Besuchern spielst und alle Fans jubeln, ist das ein Riesenansporn", sagt Zirbes. Im "Front of House" wird er von Gladiators-Hallensprecher Chris Schmidt interviewt, während Dutzende seiner Fans gespannt zuhören.
Die letzten zwei Jahre hat Zirbes für den serbischen Spitzenclub Roter Stern Belgrad gespielt. Dort in Serbien habe Basketball einen viel höheren Stellenwert als in Deutschland. Der neue Ruhm, den er dort seit zwei Jahren genossen habe, bedeute allerdings auch, unter großem Erfolgsdruck zu stehen: "Du willst vor 24 000 Zuschauern keinen großen Fehler machen."
Nun steigt Zirbes eine weitere Stufe auf seiner Karriereleiter nach oben: Er verlässt Belgrad und wechselt zum mehrfachen Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv nach Israel. Mitte August soll das Training starten, wie er dem TV sagt. Sein neuer Trainer Guy Goodes lege viel Wert auf Defensivarbeit, berichtet der 26-Jährige.
Ob ihm die Anschläge Sorge bereiten, die es immer wieder in seiner neuen Heimat Tel Aviv gibt? "Nein. Egal, in welche Stadt ich ziehe, überall könnte ich Dinge finden, die mich bedrohen", sagt er. Die regelmäßigen Umzüge seien Teil seines Jobs und so sehr sein Herz etwa an den gastfreundlichen Serben hänge, er begreife die ständigen Wechsel in seinem Leben als Chance, neue Kulturen kennenzulernen. Außer "Schalom" - Frieden - spreche er zwar noch kein Hebräisch, doch seine Englischkenntnisse sollten fürs Erste reichen, so Zirbes.
Wenn ihn Fans fragen, ob er einmal in der NBA spielen wolle, reagiert er leicht gereizt: Auch europäischer Basketball sei stellenweise Spitzenklasse, das dürfe man nicht vergessen, betont er. Aber vorstellen könne er sich ein Engagement in der NBA durchaus.
Und der neue Förderverein? Der geht an diesem Abend fast ein wenig unter. Doch Zirbes betont: "Wir wollen durch diesen Verein dazu beitragen, dass der Trierer Basketball wieder dorthin kommt, wo er hingehört: In die erste Liga". Der Verein soll einen Teil dazu beitragen, den Trierer Basketball finanziell zu unterstützen und junge Talente zu fördern. Denen rät Zirbes, neben ihrer sportlichen Karriere auch einen Schulabschluss zu machen - als "Backup".
Extra

Im Dezember ist der Förderverein des Trierer Basketballs e.V. gegründet worden. Vorsitzender ist Anwalt Rainer Zahnhausen, Maik Zirbes' Stiefvater. Zahnhausen berichtet: "Unser Ziel ist es, in Trier wieder Strukturen für die 1. Bundesliga zu schaffen, dazu gehört vor allen Dingen die Förderung junger Talente aus der Region, genauso, wie es auch bei Maik der Fall gewesen ist." Der Mitgliedsbeitrag im Förderverein beträgt 60 Euro pro Jahr. mfr Weitere Infos im Internet unter: <%LINK auto="true" href="http://ftbb.info/" text="ftbb.info/" class="more"%>