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"Ich will die Nummer eins der Welt werden"

"Ich will die Nummer eins der Welt werden"

Der zehnjährige Konstantin Cucka lebt für den Tennissport. Der junge Spieler des TC Kenn hat gerade die Spitze der seit einem Jahr bestehenden Club-Rangliste erklommen. Seine Ziele hat er klar definiert: Grand-Slam-Titel gewinnen und die Nummer eins der Welt werden.

Kenn. Konstantin Cucka spielt Tennis, seit er denken kann. Mit gerade einmal zehn Jahren hat er sich nun auf der Rangliste des Deutschen Tennisbunds schon ganz nach vorne gesetzt. Von 700 000 Tennisspielern aller Altersklassen hat er die meisten Punkte durch Turniersiege eingefahren und sich mit 5500 Punkten an die Spitze des Leistungsklassen-Rankings gesetzt (siehe Extra). "Das bedeutet mir einfach alles. Die Nummer eins zu sein ist schon richtig geil", freut sich Konstantin über die aktuelle Platzierung.
Sein Trainer ist sein Vater


Sein sportliches Ziel hat der Nachwuchsspieler schon ganz klar vor Augen: "Ich will einmal die Nummer eins der Welt werden!", sagt er. Das passende Umfeld hat der Spieler des TC Kenn dafür bereits. Sechs Tage in der Woche trainiert der zehnjährige im Tennisclub seines Vaters Boris Cucka. Seit 15 Jahren betreibt dieser das Tenniscenter in Kenn, in dem bereits Profispieler Nikolai Davydenko trainiert hat. Dass Konstantins Vater Boris, der gleichzeitig sein Trainer ist, eine ganz entscheidende Rolle im Leben des jungen Tenniswunders ist, merkt man sofort. "Wenn ich meinen ersten Grand-Slam-Titel gewinne, gebe ich den Pokal sofort meinem Papa", sagt er bestimmt. "Ohne ihn hätte ich ja niemals angefangen Tennis zu spielen. Er unterstützt mich bei allem und hilft mir viel", erzählt das Talent. Im Tennisstützpunkt hat Konstantin alles, was er braucht. Seine Familie ist rund um die Uhr bei ihm, und auch seine Freunde kommen regelmäßig zum Platz.
Konstantin besucht aktuell die fünfte Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Trier und geht dort in die Sportklasse. Dass Schule neben dem Sport genauso wichtig ist, da sind sich Vater und Sohn einig. Damit es im Unterricht so rund läuft wie auf dem Platz, bekommt "Konsti" nachmittags noch Nachhilfe. Doch nach den Hausaufgaben geht es sofort auf den Court. "Wenn er einen Tag nicht trainieren kann, dreht er durch", sagt sein Vater mit einem Lächeln auf dem Gesicht. "Wenn wir in den Urlaub fahren, sucht er auch als Erstes einen Tennisplatz."
Ein Leben ohne den kleinen gelben Filzball ist für den Gymnasiasten gar nicht vorstellbar. Falls es mit der großen Karriere jedoch nicht klappen sollte, hat Konstantin auch schon einen Plan B: "Dann übernehme ich die Firma von meinem Papa", sagt der Zehnjährige sicher. Doch Zweifel an seinem Können hat der tennisverrückte Nachwuchsspieler nicht. "Ich kann eigentlich alles ziemlich gut, besonders meine Vorhand und der Aufschlag sind stark", weiß Konstantin. "Die Rückhand kann ich vielleicht noch verbessern." Auch sein Vater pflichtet bei: "Technisch ist bei ihm alles nahezu perfekt. Wenn er weiter so spielt, hat er ganz klar die Chance, unter die Besten der Welt zu kommen." Doch falls Konstantin in ein paar Jahren keine Lust mehr hat Tennis zu spielen, sei das auch legitim. "Das geht alles von ihm aus. Wenn er morgens aufsteht, fragt er als Erstes, wann wir trainieren. Aber wenn er irgendwann nicht mehr spielen will, ist das in Ordnung."
Sein Vorbild ist Novak Djokovic


Konstantins Lieblingsspieler und Vorbild ist der Serbe und die aktuelle Nummer eins der Welt Novak Djokovic. "Er ist einfach ein super Typ, trainiert viel und spielt tolles Tennis", so Konstantin. Der Serbe habe dem jungen Spieler sogar über Facebook zu seiner aktuellen Platzierung in der Rangliste gratuliert.
Konstantins größte Stärke ist wohl sein unermüdlicher Ehrgeiz, der jedem sofort deutlich wird, der mit ihm spricht. Um seine Ziele zu erreichen, trainiert der Sportenthusiast, der sich neben dem Tennis auch noch für Fußball interessiert, viel. Doch vor allem aus einem Grund: Dem Spaß am Tennis. "Wir machen auf dem Platz auch unglaublich viel Quatsch", sagen Vater und Sohn einstimmig.
Doch wenn es darauf ankommt, ist "Konsti" auf den Punkt konzentriert. Aufgeregt sei er vor den Spielen nicht. "Früher war ich immer nervös. Doch jetzt weiß ich, dass ich jedes Spiel gewinnen kann", sagt der junge Spieler. "Wenn ich so gut spiele, wie ich kann, und trotzdem verliere, war mein Gegner halt besser", ist Konstantin auch mal selbstkritisch. "Aber wenn ich schlecht spiele und verliere, ärger\' ich mich auch extrem."
Um seine Ziele zu erreichen, liegt vor Konstantin noch ein langer Weg. Doch eines hat das Talent schon in naher Zukunft vor Augen: "Ich will erst mal meinen Papa schlagen", lautet seine Kampfansage. "Ein Jahr hab ich vielleicht noch", antwortet Vater Boris darauf lachend.
Extra

Das LK-Race (Leistungsklasse-Rangliste) ist eine Wertung, an der alle Tennisspieler, egal welcher Alters- und Leistungsklasse (LK) in Deutschland automatisch teilnehmen, sofern sie ein für die LK relevantes Ergebnis erzielen. Es werden alle Ergebnisse der Spieler in Deutschland nach folgenden Kriterien bewertet: Erzielte LK-Punkte, Anzahl der Matches, gewonnene Matches und individuelle Leistungsklasse. Jeder Spieler in Deutschland ist einer Leistungsklasse zugeordnet, wobei LK 1 die höchste Klasse (DTB-Rangliste) und LK 23 die niedrigste ist. Gewinnt ein Spieler einer niedrigeren Klasse gegen einen Spieler einer höheren Klasse, bekommt dieser dafür zum Beispiel mehr LK-Punkte. eis