Im Norden eingenordet

Sie hatten viele gute Vorsätze, sie hatten auch die richtigen taktischen Vorgaben. Weil sie von all dem aber so gut wie nichts umsetzten, kassierten die Trierer Bundesliga-Basketballer beim Tabellenführer EWE Baskets Oldenburg eine 66:91 (28:48)-Schlappe.

Oldenburg. (wir) "Wir dürfen ihr Tempo nicht mitgehen und müssen es so verhindern, dass sie ihre gefürchteten Serien hinlegen", hatte Trainer Yves Defraigne gefordert. Und was passierte? Seine Schützlinge nahmen das von den Niedersachsen vorgelegte Tempo an und kassierten prompt die Serien, die entscheidend für das Endresultat waren. In den furiosen Anfangsminuten hielt Trier mit - bis zum 11:12. Dann folgte der erste Lauf der Oldenburger zum 11:20, mit dem sie den Grundstein zur Viertelführung (15:27) legten. Neben der Qualität der Gastgeber waren auch schnelle Fouls gegen George Evans und James Gillingham verantwortlich für die Niederlage. Mit den Schiedsrichtern wurde gehadert, die Konzentration war dahin. Bis zur Halbzeit gelang es Trier nie mehr, den Rückstand einstellig zu gestalten - im Gegenteil - er wuchs an auf 20 Punkte. "Wir wollten ein defensiv orientiertes Spiel und haben das Gegenteil gemacht", urteilte Defraigne, der die Pause nutzte, um sein Team noch einmal einzuschwören. Jetzt gelang es zumindest, den Rückstand nicht anwachsen zu lassen. Eine Verkürzung, die die Chancen auf eine Wende hätte erhöhen können, gelang allerdings auch nicht. Als Chris Copeland, neben Brian Brown einer der wenigen Lichtblicke auf Trierer Seite, mit der Schluss-Sirene des dritten Viertels das 55:71 erzielte, keimte etwas Hoffnung auf. Und prompt wurde mit dem Start in den letzten Abschnitt die letzte Möglichkeit auf eine Überraschung verspielt. Oldenburg startete mit einer 12:0-Serie zum 83:55 (35.) und hatte damit die Entscheidung geschafft. Exemplarisch für die Trierer Leistung gegen den in allen Belangen überlegenen Spitzenreiter war die Ausbeute von der Freiwurflinie. Nur sieben von 17 Würfen fanden ihr Ziel - eine Quote von 41 Prozent.

EWE Baskets Oldenburg: Scekic (2), Buljevic (0), Strauch (1), Wallace (9), Foster (14), Majstorovic (9), Perkovic (8), Hain (0), Gardner (14), Paulding (18), Pekovic (2), Boumtje-Boumtje (14)

TBB Trier: Shtein (4), Raivio (0), Hoffmann (0), Karamatskos (n.e.), Gillingham (0), Brown (17), Copeland (14), Richardson (8), Evans (10), Shuler 13), Riley (0)

Schiedsrichter: Lottermoser/Rodriguez/Coners Zuschauer: 3148 (ausverkauft)

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