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Interview mit TBB-Vorstand Sascha Beitzel zur Insolvenz des Vereins

Interview mit TBB-Vorstand Sascha Beitzel zur Insolvenz des Vereins

TV: Herr Beitzel, waren Sie, Bernd Haasenritter oder Sebastian Merten für den Bereich Finanzen zuständig?Sascha Beitzel: Bernd Haasenritter im Tagesgeschäft.Wie eng haben Sie mit Sebastian Merten und Bernd Haasenritter zusammengearbeitet?


Beitzel: Sehr stark auf Vertrauens- und Erfahrungsbasis.

Inwiefern wussten Sie, wer sich von beiden um welche Aufgaben kümmert?
Beitzel: Ganz klar und eindeutig, weil ich mit den beiden die Stellenbeschreibung ausgearbeitet habe.

Sie sind im Dezember 2014 auf eine Liquiditätslücke im sechsstelligem Bereich aufmerksam geworden sind. Wie erklären Sie sich diese Lücke?
Beitzel: TBB stellt Rechnungen, Partner müssen zahlen, wenn die Zahlungen sich verspäten haben Sie eine Liquiditätslücke.

Im Finanzplan, der am 15. Januar an die BBL übermittelt werden musste, stand unterm Strich ein Plus von 90 000 Euro. Wie passt das mit der Liquiditätslücke aus dem Monat Dezember zusammen?
Beitzel: Hier müssen G+V-Rechnung (Gewinn- und Verlustrechnung, Anmerkung der Redaktion) und Liquiditätsrechnung unterschieden werden, das eine schließt das andere nicht aus

Wieso ist Ihnen dann im Februar aufgefallen, dass der Finanzplan, den Sie im Januar noch unterzeichnet hatten, nicht korrekt war?
Beitzel: Weil ich nicht gerne im Verzug bin, das ärgert mich, unter anderem daraufhin habe ich Sebastian Merten damit beauftragt, die Buchhaltung umzukrempeln.

Inwiefern haben Sie selbst Fehler gemacht?
Beitzel: Ich habe in einer für mich sehr schwierigen Zeit zu viel vertraut.

Viele TBB-Fans haben sich an uns gewendet mit der Frage, wie konnte es zu diesem Loch im Etat kommen? Die Frage möchte ich weitergeben: Wie sind die 800 000 Euro zu erklären?
Beitzel: Das ist ein abendfüllendes Thema.

Inwieweit war der Verlust des Hauptsponsors Extra-Reisen mitverantwortlich für die Insolvenz?
Beitzel: Gar nicht.

Wie ist Ihr Verhältnis derzeit zu Bernd Haasenritter, Sebastian Merten sowie zu Henrik Rödl, Thomas Päch und Frank Baum?
Beitzel: Ich glaube wir brauchen alle etwas Abstand und müssen das ein oder andere nochmal diskutieren.

Wie geht es für Sie nun weiter?
Beitzel: Ich werde viel mehr Zeit haben!

Wie sehen Sie die Chancen, dass es auch in Zukunft Profi-Basketball in Trier geben wird?
Beitzel: Gut.