Keine Belohnung bei den "Drachen"

Kein Ende der Seuchen-Serie in fremden Hallen: Für Basketball-Bundesligist TBB Trier gab es auch beim Gastspiel bei den Artland Dragons (76:83) nichts zu feiern. Dabei war für die Trierer ein Sieg möglich.

Quakenbrück. (AF) 26 Sekunden vor Schluss: Die TBB Trier liegt in der Artland-Arena mit drei Punkten hinten. Maksym Shtein erhält zwei Freiwürfe, könnte sein Team damit im Spiel halten. Was passiert? Der TBB-Center vergibt beide Chancen. Am Ende verliert die TBB mit 76:83. Damit warten die Trierer seit über drei Monaten auf einen Auswärtssieg. Auch wenn die Partie beim eigentlichen Angstgegner (zehn Niederlagen in zwölf Spielen) äußerst eng war. Damit sind auch die Play-off-Plätze für die Trierer in die Ferne gerückt.

"Wir haben gut gespielt, wurden aber nicht belohnt", ärgerte sich TBB-Trainer Yves Defraigne. Sein Team hätte die taktischen Vorgaben gut umgesetzt. Deutlich besser als in der Woche zuvor bei der klaren Niederlage in Oldenburg. In entscheidenden Situationen hätten dann umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen den Ausschlag gegeben: "Die Foulbelastung hat uns zu schaffen gemacht." Auch TBB-Manager Lothar Hermeling hat "einige Pfiffe nicht verstanden".

Die Partie war von Beginn an eng: Am Anfang hatten die Gastgeber leichte Vorteile. Trier kam dann im zweiten Viertel besser ins Spiel. Kurz vor der Halbzeitpause sicherte sich die TBB nach zwischenzeitlichem Neun-Punkte-Rückstand die Führung (43:39). Bei der TBB klappte es vor allem von jenseits der Dreierlinie: Gegen Ende des dritten Viertels lag die Trefferquote bei 50 Prozent, danach ging die Quote etwas runter. Im Schlussviertel hatten sich die Artland Dragons ein Acht-Punkte-Polster erspielt, die TBB kämpfte sich aber zurück. Auch ohne Center George Evans, der sein fünftes Foul kassiert hatte. Letztlich schraubte das Team aus Quakenbrück den Sieg noch auf sieben Punkte hoch. Damit gewann Artland den direkten Vergleich gegen die TBB, die das Heimspiel mit 92:85 gewonnen hatte. Bei den Trie rern war Jamal Shuler bester Werfer (16 Punkte). Der Mann des Abends spielte aber bei den Gastgebern: Der nachverpflichtete Aufbauspieler Ronald Ross machte 27 Punkte.

Am Mittwoch steht für die Trie rer ein Heimspiel-Höhepunkt an: Gegen Alba Berlin (20 Uhr) werden laut Hermeling über 5000 Zuschauer in der Arena erwartet. Zum ersten Mal in dieser Saison werden wieder Stehplatzkarten verkauft. Und Alba reist mit Wut im Bauch an die Mosel: Am Samstag gab es für die Hauptstädter die erste Heimniederlage (62:72 gegen Bamberg).

TBB Trier: Shuler 16, Brown 15, Richardson 12, Riley 10, Evans 8, Gillingham 6, Copeland 5, Shtein 4, Raivio 0, Hoffmann, Karamatskos

Artland (beste Schützen): Ross 27, McIntosh 14

Zuschauer: 3000 (ausv.)

Viertelstände: 19:18, 39:43 (Halbzeit), 61:59, 83:76

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