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Keine Geschenke für die Fans: Bonn zu stark für Trier

Keine Geschenke für die Fans: Bonn zu stark für Trier

Die Heimserie ist gerissen: Nach zuletzt drei Siegen in eigener Halle gab es für den Basketball-Bundesligisten TBB Trier im Prestige-Duell gegen die Telekom Baskets Bonn gestern Abend vor 4200 Zuschauern ein 66:84 (33:40).

Trier. Intensive Spiele auf hohem spielerischen Niveau - dafür standen in den vergangenen Jahren oft die Duelle mit den Rheinländern. Das sollte sich zumindest im ersten Viertel bestätigen: Viele gelungene Offensiv-Varianten auf beiden Seiten. Wenig "Geballere" von jenseits der Dreier-Linie. Ein Spiel mit offenem Visier. Gerade zu Beginn funktionierten die Trierer Anspiele auf Center George Evans bestens (sein Backup Maksym Shtein musste verletzungsbedingt passen - er hatte sich im Abschlusstraining eine Gehirnerschütterung zugezogen). Während Evans immer besser integriert ist und am Ende bester Trie rer Korbjäger war, läuft es bei anderen Spielern nicht ganz so rund. Bei Power Forward Chris Copeland klappte in der ersten Halbzeit vieles nicht.

In der zweiten Halbzeit wurde es bei ihm zwar besser, dafür gelang seinen Kollegen nicht mehr allzu viel. Bei der TBB konnte sich Aufbauspieler Derek Raivio längst nicht so einbringen wie bei den letzten überzeugenden Heimspielen - was im Laufe der Partie auch an der immer besser werdenden Bonner Defensive lag.

Fehler und Missverständnisse



Aber von vorne: Bonn glich die zwischenzeitliche TBB-Führung (18:14) kurz vor Ende des ersten Viertels aus.

Im zweiten Viertel nahmen auf beiden Seiten Fehler und Missverständnisse zu - verstärkt bei der TBB. Zur Halbzeit lagen die Gäste mit sieben Punkten vorn. Der gute Lauf der Gäste setzte sich auch nach der Pause fort: Mit einer 8:0-Serie startete Bonn in die zweite Halbzeit (33:46).

TBB-Trainer Yves Defraigne nahm eine Auszeit - und anschließend legten die Trierer ein 10:0 in Folge hin (43:46, 25.). Die Bonner bekamen - vor allem angetrieben durch Center Ken Johnson - die Kurve, begünstigt durch einige leichte Fehler der TBB. Über 43:49 (bei einem unsportlichen Foul von Evans) zog der Tabellenzweite auf 58:46 davon. Bonn zeigte der TBB dabei in der Folge die Grenzen auf: So präsentierten sich die Telekom Baskets in Trier deutlich stärker als etwa die Artland Dragons oder Oldenburg. Spätestens sechs Minuten vor Schluss war die Partie beim 52:69 endgültig gelaufen. In den letzten Minuten mussten die Trierer dann auch noch auf Derek Raivio und Kapitän James Gillingham verzichten (beide nach dem fünften Foul). Für die TBB steht am Freitagabend in Ulm das letzte Spiel in diesem Jahr an.

TBB Trier: Evans (24), Copeland (15), Raivio (6), Gillingham (6), Riley (6), Shuler (5), Houston (4) Bonn: Rowland (13), Johnson (12), Frazier (12), Flomo (9), Bowman (9), Diagne (9), King (8), Strasser (5), Yarbrough (4), Kolodziejski (3)

Zuschauer: 4203

Viertelstände: 18:18, 33:40 (Halbzeit), 46:58, 66:84