Keine neuen Ziele

Über die Hälfte der Saison ist rum — und Basketball-Bundesligist TBB Trier hat nach dem Erfolg gegen Ludwigsburg genauso viele Siege auf dem Konto wie etwa Bamberg (je neun). Für Trainer Yves Defraigne ist das kein Grund, die Ziele neu zu justieren.

 Hat bei seinem Einsatz gegen Ludwigsburg einen guten Eindruck hinterlassen: Kosta Karamatskos. TV-Foto: Willy Speicher

Hat bei seinem Einsatz gegen Ludwigsburg einen guten Eindruck hinterlassen: Kosta Karamatskos. TV-Foto: Willy Speicher

Trier. (AF) Die ganz große Bedeutung wollte TBB-Trainer Yves Defraigne dem Heimspiel gegen Ludwigsburg nicht zumessen: Ein Spiel, das so wichtig ist wie jedes andere Ligaspiel auch — so, wie es Trainer gerne zu sagen pflegen. Schon, um die Erwartungshaltung nicht unnötig aufzublähen. Für Euphorie ist der Belgier auch nach dem lockeren, nie wirklich gefährdeten 83:70 (43:37) nicht zu haben. Er wird zur Kenntnis genommen haben, dass sich seine Mannschaft damit zumindest zwischenzeitlich auf einen Play-off-Platz vorgeschoben hatte. Und auch der gewonnene Direktvergleich mit den Schwaben — das Hinspiel wurde mit sechs Punkten verloren — hübscht die Spieltags-Bilanz aus Trierer Sicht noch weiter auf. Schließlich ist Ludwigsburg ein potenzieller Mitkonkurrent. Aber bei noch 15 ausstehenden Partien kommt Defraigne die Zielsetzung "Play-offs" nicht über die Lippen. "Wir haben schon besser gespielt", konstatierte Defraigne nach dem Spiel. Frühzeitig die Play-off-Teilnahme zu fordern — und das als sportlicher Absteiger der zurückliegenden Saison? "Das wäre arrogant", findet Defraigne.

Richtig schwer machten es die Gäste den Trierern nicht. Ludwigsburgs Allstar-Teilnehmer Brandon Woudstra durfte sich nicht entfalten. Auch auf der Center-Position hatten die Trie rer die besseren Karten: Sowohl George Evans als auch sein Vertreter Maksym Shtein hatten ihren Spaß an der Partie. Auch, weil ihre Pendants das zuließen: So ist Kelvin Gibbs, der 134 Kilo auf 201 Zentimeter verteilt, nicht der wendigste. Tomas Nagys bekam zudem Foulprobleme. Die besten Erinnerungen an das Spiel dürfte aber Kosta Karamatskos behalten: Der 22-jährige Deutsch-Grieche hatte in den vergangenen Wochen nur zuschauen dürfen. Weil Tyrone Riley wegen Problemen am Knie pausieren musste, bekam Karamatskos unter den Augen von Bundestrainer Dirk Bauermann ab dem zweiten Viertel seine Einsatzzeit — und hinterließ einen guten Eindruck.

Auch in den nächsten Spielen haben die Trierer gute Gelegenheiten, die gute Bilanz des neuen Jahres mit bisher drei Siegen aus vier Spielen fortzusetzen. In den Hinspielen gegen Paderborn (nächster Gegner am 7. Februar) und Nördlingen gab es Siege.

Trier - EnBW Ludwigsburg 83:70 (43:37)

Statistik: Evans 19, Raivio 13, Richardson 13, Shtein 11, Brown 11, Karamatskos 4, Shuler 7, Copeland 5, Zirbes 0. — Zuschauer: 3220

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