Kleine Serie ausbauen

Vermutlich kommt der Endspurt der TBB in der Basketball-Bundesliga zu spät. Aber die Moselaner wollen sich nicht nachsagen lassen, nicht zumindest alles versucht zu haben. Und so gibt es gleich mehrere reizvolle Gründe, gegen die Köln 99ers (Sonntag, 17 Uhr, Arena Trier) den vierten Sieg in Serie anzustreben.

Trier. Erster Anreiz: Für die TBB waren drei Erfolge am Stück schon ein Novum in dieser Saison, also wären es vier natürlich auch. Dann geht es noch darum, die letzte, wenn auch eher unwahrscheinliche Chance auf die Playoff-Teilnahme zu nutzen, und drittens, falls es nicht reicht, sich mit einem Sieg vom tollen Trie rer Publikum zu verabschieden. Unabhängig davon verspricht Manager Lothar Hermeling "nach dem Saisonende, wann auch immer es ist", eine Abschiedsveranstaltung.

Gäste wollen Klassenerhalt perfekt machen



Die Partie gegen Köln verspricht aber nicht nur wegen der eigenen Zielsetzungen viel Spannung. Die Gäste können mit einem Sieg in Trier vorzeitig den Klassenerhalt klar machen, "und es treffen zwei Teams aufeinander, die derzeit richtig gut drauf sind" (TBB-Coach Yves Defraigne).

Wie schnelllebig das Profigeschäft ist, zeigt aber auch das Beispiel Derek Raivio. Der Pointguard spielte vor einem Jahr noch in Köln und stellt fest: "Es ist für mich kein besonderes Spiel, denn ich kenne ja dort keinen mehr." Trainer weg, und zwar beide (inzwischen hat Zoran Kukic von Prodanovic übernommen), Spieler weg. Unter ihnen auch Raivio, der seinen Wechsel nicht bereut hat: "Ich fühle mich wohl hier in Trier. Schöne Stadt, gute Fans, Mannschaftskameraden, mit denen ich mich gut verstehe. Was will ich mehr." Sieht man von dem Hühnerauge ab, das ihn nach wie vor schmerzt und in seiner Leistung beeinträchtigt. Dennoch spielt er immer wieder.

Kölner Quartett ist über 2,10 Meter groß



Auch gegen Köln wird sich "der feine Kerl" (Defraigne) nach einer schmerzstillenden Spritze wieder in den Dienst der Mannschaft stellen. Und auf ihn und seine Kollegen auf den kleinen Positionen kommen harte Brocken zu. "Michael Hakeem Jordan ist ein Klassemann mit viel Erfahrung", urteilt Defraigne. Der Mann mit dem berühmtesten Namen in der Liga bekommt allerdings wenig Entlastung. Auf den großen Positionen sind die 99ers dagegen mit Bavcic, Milosevic, Schwethelm und Pleiß ein Quartett von Akteuren, die alle mehr als 2,10 Meter messen.

In Kürze: Vor dem Heimspiel gegen Köln gibt es ein weiteres Spiel der Veranstaltungsreihe "Kids unterm Korb". Dieses Mal treffen die fünfte Klasse der Trierer Ludwig-Simon-Realschule und die sechste Klasse des Bitburger St.-Willibrord-Gymnasiums aufeinander (15.30 Uhr). Unterstützt werden sie von den Orientierungsstufen beider Schulen, die freien Eintritt haben. Die Arena öffnet ihre Tore um 15 Uhr. Die TBB-Geschäftsstelle ist am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

TBB Trier: Shtein, Raivio, Hoffmann, Karamatskos, Gillingham, Brown, Copeland, Zirbes, Richardson, Evans, Shuler, Riley

Köln 99ers: Jordan, Catovic, Terrell, Milosevic, Schwethelm, Pleiß, Turner, Hunt, Nikolic, Schoo, Bavcic