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Knappe Zitterpartie im Norden

Trierer gegen Ex-Trierer: TBBler Jarett Howell (links) spielt hier gegen Dru Joyce von Oldenburg. TV-Foto: Lisa Löwe
Trierer gegen Ex-Trierer: TBBler Jarett Howell (links) spielt hier gegen Dru Joyce von Oldenburg. TV-Foto: Lisa Löwe
Oldenburg. Gegen ein "Team der Stunde" hat die TBB am Donnerstagabend nur knapp verloren. Bei den EWE Baskets Oldenburg holten die Trierer einen 14-Punkte-Rückstand auf, vergaben in der Schlussphase aber zu viele Freiwürfe und unterlagen dann knapp mit vier Zählern Rückstand. Sven Eisenkrämer

Oldenburg. Der mehrtägige Osterausflug in den Norden hat für Basketball-Bundesligist TBB Trier mit einer dramatischen Zitterpartie begonnen, die am Ende nicht gut ausging. Gegen den nun Tabellenzweiten der Bundesliga, die EWE Baskets Oldenburg, unterlag die TBB mit 77:81. Dabei hätte das Spiel nach einer schwachen Phase der Oldenburger ganz anders enden können. Aber eine Freiwurf-Trefferquote von gerade einmal 54,2 Prozent besiegelte das Trie rer Schicksal. Trier war mit guter, geschlossener Mannschaftsleistung in die Partie gestartet, schloss das erste Viertel sogar mit einem Punkt Vorsprung ab. Aber nach und nach setzte sich Oldenburg bis Ende des dritten Viertels ab. 14 Zähler Vorsprung hatten die Baskets nach 30 Spielminuten (65:51). Vor allem der Ex-Trierer Dru Joyce machte ein starkes Spiel bei den Nordlichtern. Mit 18 Punkten und 33 Minuten Spielzeit war er der wichtigste Mann der Oldenburger. Aber im letzten Viertel begannen die Gastgeber, ihre Chancen zu vergeben. TBB-Coach Rödl erkannte die schwächelnde Phase und reagierte: Die TBB provozierte die Würfe aus dem Feld und setzte erstmals in der Partie mehrere Defensivrebounds in Folge ein (die waren bis dahin Mangelware, Oldenburg hatte vermehrt am Brett gepunktet). Und plötzlich - es waren noch 2:32 Minuten zu spielen - hatte Trier auf 70:72 verkürzt. Vitalis Chikoko setzte den so wichtigen Ausgleich. Jetzt war alles drin. Aber die Nerven lagen blank - auf beiden Seiten. Triers Barry Stewart vergab drei Dreier, die Oldenburger und die Trierer verhauten ihre Freiwürfe. Beim Stand von 79:77 - gerade mal acht Sekunden standen noch auf der Uhr - ging es an der Linie weiter: Oldenburgs Chris Kramer machte nur einen Punkt - 80:77. Dann bekam EWE-Spieler Rickey Paulding den Offensivrebound des vergebenen zweiten Freiwurfs. Bucknor foulte Paulding - das war\'s. Paulding musste bei drei Sekunden auf der Uhr nur einen Freiwurf treffen - und machte das 81:77. "Die Partie war manchmal etwas zerfahren. Wir haben letztlich aber verdient gewonnen", fasste Baskets-Trainer Sebastian Machowski die 40 Minuten zusammen. Henrik Rödl war von der Leistung der Baskets insgesamt und von der Nervenstärke in der Schlussphase so beeindruckt, dass der Gegner für ihn nun "ein Top-Favorit auf die Meisterschaft" ist. TBB Trier: Stewart (15 Punkte/3 Dreier), Linhart (11/1), Chikoko (11/0), Bucknor (11/0), Seiferth (8/0), Harper (7/0), Doreth (7/0), Howell (5/0), Mönninghoff (2/0), Saibou (0) Oldenburg (beste Spieler): Joyce (18/3), Jenkins (14/3) Chubb (14/0) Viertelstände: 22:23, 44:37, 65:51Das nächste Spiel bestreitet die TBB bereits am Ostersonntag (16 Uhr) bei den Eisbären Bremerhaven. Livestream ab 15.30 Uhr auch auf www.volksfreund.de