Kommentar: Rödl setzt auf Bewährtes

Kommentar: Rödl setzt auf Bewährtes

Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer das schwierigste, heißt es. Das könnte auch für die TBB gelten.

Die Trierer spielen seit 1990 ununterbrochen erstklassig. Dennoch war in der vergangenen Saison praktisch alles neu: Henrik Rödl stellte ein Team nach seinen Vorstellungen zusammen - und schaffte es zur Überraschung vieler Experten fast bis in die Play-offs.

Und nun? Der Cheftrainer hat sein Team weitgehend zusammengehalten. Wichtig ist, dass Dru Joyce bleibt - er ist einer der besten Aufbauspieler der Liga. Mit zwei der vier Neuzugänge - Andreas Seiferth und Joshiko Saibou - hat Rödl schon in Berlin zusammengearbeitet.

Die Kontinuität hat die Arbeit in der Saisonvorbereitung erleichtert. Das konnte man an den Testspielen erkennen, und das dürfte in den ersten Wochen auch ein Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten sein. Einige Spieler geben die Play-offs als Ziel aus.

Das erscheint in Anbetracht der starken Liga zu hoch gegriffen: Die Trierer leben vom Teamzusammenhalt. Spielerisch liegen sie etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das dürfte reichen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu bekommen. Für mehr nicht. Aber schon im vergangenen Jahr hatte das Team Riesenspaß daran, Kritiker zu widerlegen. a.feichtner@volksfreund.de

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