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Krasse Sache: Gladiators Trier stehen im Playoff-Halbfinale

Krasse Sache: Gladiators Trier stehen im Playoff-Halbfinale

Drittes Spiel, dritter Sieg: Die Gladiators Trier haben am Dienstagabend mit 80:65 (43:36) bei den Kirchheim Knights gewonnen und stehen damit im Playoff-Halbfinale. Das Team von Trainer Marco van den Berg trifft nun auf Jena.



Marco van den Berg hat Recht behalten. "Meine Jungs brechen niemals ein", sagte der Trainer der Gladiators Trier am Montag im Gespräch mit dem TV. Das hat sein Team am Dienstagabend wieder gezeigt. Beim 80:65 (43:36)-Auswärtssieg gegen die Kirchheim Knights sieht es im dritten Viertel kurz so aus, als könne der bis dahin sicher geglaubte dritte Sieg im dritten Spiel für Trier nochmal in Gefahr geraten. Doch die Gladiatoren bleiben cool, gewinnen am Ende verdient und treffen im Halbfinale auf Jena.

Schneller 9:0-Start

Wie schon im ersten Spiel findet Trier gut in die Partie, setzt sich schnell ab (9:0). Kirchheim wirkt verunsichert. Die Schwaben verlieren einfache Bälle und legen Korbleger daneben. Die Gladiatoren dominieren den Favoriten aus Schwaben bis Mitte des zweiten Viertels nach Belieben. Der bärenstarke Dwayne Evans (20 Punkte) ist hellwach in der Defensive und klaut den Knights gleich mehrere Bälle. Da die Gäste auch von außen hervorragend treffen (neun von 16 Dreiern in der ersten Halbzeit), Evans unterm Korb immer wieder starke Offensiv-Aktionen erfolgreich vollendet und Aufbauspieler Simon Schmitz (12 Punkte, 5 Assists) sein Team geschickt dirigiert und bei Kirchheim zeitweise nichts mehr zusammenläuft, führen die Moselstädter nach 15 Minuten klar (40:22).

Gladiatoren wanken, aber fallen nicht

Erst wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff lässt Trier die Gastgeber ins Spiel kommen. Kirchheim agiert auf einmal wie aufgedreht, kämpft sich heran. Die gut 1000 Zuschauer in der Kirchheimer Stadthalle schöpfen Hoffnung, als Aufbauspieler Richie Williams mit dem Halbzeitpfiff einen Sensationswurf aus dem eigenen Feld im Trierer Korb versenkt (43:36). Nach der Pause kämpft sich das Team von Trainer Michael Mai weiter heran. Trier wirkt beeindruckt, produziert mehrere Ballverluste und findet in der Offensive kurzzeitig kein Mittel mehr (45:43 aus Trierer Sicht).

Die Gladiatoren wanken, doch sie fallen nicht. Wieder einmal zeigen sie ihre unglaubliche mentale Stärke, sie brechen nicht ein. Scheinbar unbeeindruckt legen sie plötzlich den Schalter um und stoppen den Kirchheimer Lauf. Angeführt von den bärenstarken Simon Schmitz und Dwayne Evans erlangen sie die Spielkontrolle zurück. Nach einem verwandelten Dreier von Schmitz wenige Minuten vor Ende des dritten Viertels zum 57:43 ist die Partie gegessen. Im letzten Viertel fährt Trier den dritten Sieg im dritten Spiel souverän nach Hause. Die Gladiatoren stehen damit nach einer überzeugenden Serie verdient im Halbfinale und treffen dort voraussichtlich ab dem 21. April auf Science City Jena.

Punkte Trier: Smit 6, Hennen 0, Evans 20, Dietz 0, Schmitz 12, Dahlem 0, Weber 0, Ahelegbe 9, Raffington 14, Eggleston 5 Herrera 8, Spearman 6

Playoff-Viertelfinale: Jena - Chemnitz 69:53 (Stand 3:0), Kirchheim - Trier 65:80 (0:3), Vechta - Nürnberg 88:62 (3:0), Gotha - Hamburg 66:61 (2:1)