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Livestream: Gladiators Trier gastieren heute Abend zum Halbfinal-Start bei Science City Jena

Livestream: Gladiators Trier gastieren heute Abend zum Halbfinal-Start bei Science City Jena

Es ist soweit: Am heutigen Donnerstagabend starten die Gladiators Trier auswärts in die Playoff-Halbfinalserie gegen Science City Jena (19.30 Uhr, Livestream auf volksfreund.de). Wer zuerst drei Spiele gewonnen hat, steigt in die Bundesliga auf. Doch der Gegner hat es in sich.

Es war die vielleicht bitterste Szene in dieser Saison für die Gladiators Trier: Zwei Sekunden vor Schluss führt Trier im Heimspiel gegen Science City Jena Anfang November mit 70:69. Es riecht nach der Überraschung gegen den klaren Favoriten aus Thüringen. Doch dann haut Jenas Aufbauspieler Wayne Bernard mit der Schlusssirene diesen unglaublichen Dreier zum 70:72 in den Trierer Korb. Eine ganz bittere Heimpleite für die Gladiatoren, die allerdings gezeigt hat: Trier kann dem Hauptrunden-Tabellenzweiten mächtig Probleme bereiten, zumal beim damaligen Aufeinandertreffen mit Simon Schmitz, Kwadzo Ahelegbe, Justin Raffington und Jack Eggleston gleich vier Spieler fehlten, die heute zu Eckpfeilern des Teams zählen.Keine Heimniederlage

Heute Abend treffen die Gladiators im ersten Playoff-Halbfinalduell erneut auf den Favoriten aus Thüringen (19.30 Uhr/Sparkassen-Arena Jena). Die Heimniederlage im November hat Gladiators Trainer Marco van den Berg längst aus seinem Gedächtnis gestrichen: "Das war kein Thema in der Halbfinal-Vorbereitung", sagt der Niederländer, "wir haben uns eher auf die 55:67-Niederlage im Hauptrunden-Rückspiel konzentriert, da hatten wir zu viele Ballverluste (Turn over)". Knapp 30-mal verloren die Trierer den Ball in Jena - ein Resultat des großen Defensivdrucks der Gastgeber. "Wenn wir die Zahl der Turnover niedrig halten können und gute Reboundarbeit leisten, dann haben wir dort eine Chance", prophezeit der Coach.

Jena hat in dieser Saison kein einziges Heimspiel verloren, lediglich in Hamburg, Vechta und Gotha musste sich das Team von Trainer Björn Harmsen geschlagen geben. "Björn hat ein echtes Team geformt, das zusammenhält, keine Ego-Zocker. Ich will und kann gar keinen Spieler herausheben - sie kämpfen füreinander." Aber, so betont van den Berg, "auch unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit, das haben wir schon oft bewiesen - daher fahren wir nach Jena, um zu gewinnen".

Bis auf Benedikt Breiling (Fußverletzung) kann van den Berg auf alle Spieler zurückgreifen. Simon Schmitz, der Anfang der Woche im Training umgeknickt war, ist fit und kann spielen.

Das Spiel ist hier auf volksfreund.de im Livestream von sportdeutschland.tv zu sehen. Außerdem wird das Duell in der Nebenhalle der Arena Trier auf Großbildleinwand übertragen. Einlass ist ab 19 Uhr.
Extra Anreise

Eigentlich hatten die Gladiators Trier geplant, die Nacht vor dem ersten Playoff-Halbfinalduell in Jena zu verbringen. Doch daraus wurde nichts: Das Team von Trainer Marco van den Berg hat ihr Quartier in Gotha bezogen, 80 Kilometer von Jena entfernt. Der Grund: Die Innenstadt von Jena war am Mittwochabend komplett dicht. Einer Gruppe Rechtsradikaler, denen an Hitlers Geburtstag ein Fackellauf durch die Stadt gestattet worden war, standen Tausende Gegendemonstranten gegenüber. Die Gladiators entschlossen sich daher schon in den vergangenen Tagen für einen Aufenthalt in Gotha. "Dort können wir die Halle der Rockets Gotha zum Training nutzen und dann am Donnerstag entspannt zum Spiel fahren", sagte Marco van den Berg am Mittwoch vor der Abreise nach Thüringen. mfr