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Mit viel Tempo nach Vechta

Mit viel Tempo nach Vechta

Basketball: Nach den letzten beiden Testspielen bringt der Gladiators-Trainer viel Geschwindigkeit ins Spiel.

Trier Montag ist Schontag. Auch für Gladiatoren. Besonders dann, wenn ein erfolgreiches Wochenende hinter und das bedeutendste Spiel der vergangenen Monate vor ihnen liegt: "Die Jungs haben heute frei", erzählt Gladiators-Trainer Marco van den Berg am Montagmittag, "am Dienstag geht's weiter". Nach dem 82:77-Sieg am Samstag gegen den niederländischen Erstligisten Leiden und der 103:57-Zerlegung des AB Contern aus Luxemburg am Sonntag hat van den Berg viel Lob für sein Team übrig: "Sie entwickeln sich gut. Die Maschine läuft, auch wenn wichtige Spieler nicht dabei sind." Ohne Kilian Dietz (soll nach seinen Knieproblemen in dieser Woche mit dem Lauftraining beginnen), Stefan Ilzhöfer (Erkältung) und Luka Buntic (ist im Training umgeknickt und geht heute zur MRT-Untersuchung) zeigten die Trierer sowohl gegen Leiden als auch gegen Contern eine über weite Strecken überzeugende Leistung. Besonders stark: Neuzugang Kyle Dranginis. Gegen Contern steuerte der US-Amerikaner 29, gegen Leiden 28 Punkte bei. "Kyle war einwandfrei gut", fand auch van den Berg. Die Bilanz nach zehn Saisonvorbereitungs-Duellen: zwei Niederlagen, acht Siege, darunter Erfolge gegen ambitionierte Teams aus europäischen Ligen wie Antwerpen, Den Bosch oder Leiden, sowie der Auswärtssieg bei Liga-Konkurrent Hanau. Eine Erkenntnis aus den Testspielen: Die beiden Neuzugänge Justin Alston (15 Punkte gegen Leiden, 13 gegen Contern) und Kyle Dranginis können zu echten Verstärkungen werden. Beide US-Amerikaner verfügen über viel Qualität, bestätigen sie ihre Leistungen auch in der ProA, können sie sich zu Leistungsträgern entwickeln wie Dwayne Evans in der Saison 2015/2016. Über Neuzugang Nummer drei, Stefan Ilzhöfer, sagt Coach van den Berg: "Stefan braucht noch ein wenig Zeit, er muss sich an das Team gewöhnen, aber das wird."Wenige Tage vor dem ersten Saisonspiel am Freitag in Vechta hat der Coach nach eigenen Angaben seine favorisierte Besetzung für die kleinen Positionen bereits gefunden: "Auf der 1 sehe ich Simon Schmitz und Kevin Smit, für die 2 und 3 Kyle Dranginis, Thomas Grün, Rupert Hennen und Lucien Schmikale - alle haben gute Eindrücke hinterlassen." Insgesamt, so kündigt der Coach an, solle das Spiel der Mannschaft in der neuen Spielzeit schneller werden - schnelle Ballbewegungen und Fastbreaks (Tempogegenstöße) sollen das Spiel der Gladiators prägen. "Alles auf der Basis von guter Defense- und Reboundarbeit", betont der Niederländer.Schon am Donnerstag macht sich das Team auf den Weg ins 420 Kilometer entfernte Vechta. "Für mich ist Rasta Vechta neben den Rheinstars Köln der Favorit in der Liga." Er erwarte, so van den Berg, dass die Niedersachsen sein Team physisch sehr hart attackieren werden. "Da kommt es auf uns an, dem Druck standzuhalten."Beste Werfer vs. Leiden: Dranginis 28, Alston 15, Bucknor 14, Joos 10 - Beste Werfer vs. Contern: Dranginis 29, Schmikale 14, Schmitz 15, Grün 13