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Mittelhessen, Niedersachsen, kleine Hoffnung

Mittelhessen, Niedersachsen, kleine Hoffnung

Am Wochenende wird eine (Vor-)Entscheidung fallen, ob Basketball-Bundesligist TBB Trier der guten Saison noch den Zuckerguss draufsetzen kann. Vor den Auswärtsspielen heute in Gießen, 20 Uhr, und am Sonntag in Braunschweig sind die Playoff-Chancen noch intakt, wenn auch nicht groß.

Schon nach 31 Spieltagen steht längst fest, dass die Saison 2010/11 aus Sicht des Trierer Basketballs die erfreulichste der vergangenen Jahre gewesen sein wird: keine Sekunde Abstiegsangst, eine Lizenzerteilung von der Liga ohne Auflagen, ein gelungener Allstar-Tag in der Arena, dazu eine Auszeichnung von der BBL an Flügelspieler Philip Zwiener als "Most Improved Player". Also für den Spieler, der sich im Vergleich zum Vorjahr am besten entwickelt hat. Die TBB-Aussichten auf die Playoffs haben sich zwar durch die beiden Niederlagen am vergangenen Wochenende gegen das Spitzenduo Bamberg und Frankfurt zwar gravierend verschlechtert, weil die Konkurrenz seit Wochen auftrumpft. Der TBB-Aufsichtsratsvorsitzende Ralph Moog hat aber die Hoffnung auf die "Verlängerung" der Saison noch nicht ganz aufgegeben: "Wir haben natürlich noch eine Chance. Die Mannschaft hat die ganze Saison über Charakter bewiesen, das wird auch in den letzten drei Spielen nicht anders sein." Moog rechnet aber beim zweiten Doppelspieltag in Folge wieder mit hohen Hürden. Heute gastiert die TBB beim alten Rivalen Gießen 46ers (20 Uhr). Die Mittelhessen sind das letzte in der Liga verbliebene BBL-Gründungsmitglied Aber auch 45 Jahre in der Liga sind keine Gewähr für eine weitere Saison. Für Gießen steht in der Osthalle ein entscheidendes Wochenende an. Nach dem Spiel gegen die TBB geht es am Sonntag direkt weiter mit dem Keller-Duell gegen den Tabellen-Nachbarn Mitteldeutscher BC. Gießen, der MBC und Bayreuth - allesamt punktgleich - werden den zweiten Absteiger neben den nur noch durch ein Wunder zu rettenden Düsseldorfern unter sich ausmachen.

Die TBB kann mit deutlich weniger Druck in die Partie gehen. Als Zehnter haben die Trierer die Playoff-Plätze zwar nicht völlig aus den Augen verloren. Da aber sowohl Göttingen als auch Bremerhaven den Direktvergleich gegen die TBB gewannen, dürfte es Trier wohl nur noch mit drei Siegen in Folge in Playoffs schaffen können - und selbst dann wäre Platz acht noch nicht garantiert. TBB-Trainer Henrik Rödl rechnet mit einer Rückkehr des lange verletzten Philip Zwiener. Der Flügelspieler hatte in der Woche "leicht trainieren" können. Zwiener könne wohl zumindest einige Minuten lang eingesetzt werden.

Weiter geht es für die Trierer am Sonntag mit dem Gastspiel in Braunschweig (17 Uhr, Volkswagenhalle). Die Niedersachsen liegen derzeit auf Platz fünf, könnten aber auch theoretisch von einem Playoff-Platz verdrängt werden. In den Heimspielen gegen Gießen und Braunschweig gab es für die TBB jeweils knappe Siege.

Zuhören: Den Internet-Livestream von beiden Auswärtsspielen finden sie im Internet unter volksfreund.de/tbb.

Mitfahren: Der Fanclub Fastbreak setzt zu beiden Spielen Fanbusse ein.

Restprogramm der Playoff-Anwärter:

Braunschweig: Ludwigsburg (A), Trier (H), Bonn (A).

Oldenburg: Bamberg (H), Ulm (A), Düsseldorf (H).

Göttingen: MBC (A).

Bremerhaven: Alba (H), Tübingen (A), Ulm (A).

Ludwigsburg: Braunschweig (H), Bamberg (A), Frankfurt (H).

Trier: Gießen (A), Braunschweig (A), Artland (H).