Neuanfang ohne Nowitzki - EM-Ticket ist Pflicht

Neuanfang ohne Nowitzki - EM-Ticket ist Pflicht

Wenn Deutschlands Basketballer im kommenden Sommer erstmals seit 2004 wieder in der EM-Qualifikation ran müssen, wird Superstar Dirk Nowitzki fehlen.

Der NBA-Champion von den Dallas Mavericks hat nach dem Zwischenrunden-Aus bei der Europameisterschaft in Litauen in diesem Jahr zwar noch nicht seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. In den kommenden Sommern wird der 33-Jährige aber eine Pause im Deutschland-Trikot einlegen. Doch auch ohne den Würzburger ist die Teilnahme an der EM 2013 in Slowenien, für die am Sonntag die Gruppen der Qualifikation ausgelost werden, für die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) Pflicht.

„Wenn wir das nicht schaffen, haben wir es auch nicht verdient, dabei zu sein“, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. 31 Nationen nehmen an der Ausscheidung zwischen dem 15. August und dem 11. September 2012 teil, 16 Teams qualifizieren sich für die EM in Slowenien (4. bis 22. September 2013). „Das sollte uns auch ohne Nowitzki gelingen“, sagte Weiss.

Die deutsche Mannschaft ist bei der Zeremonie in Freising bei München in Lostopf eins gesetzt und geht damit den schwersten Gegnern wie Serbien oder der Türkei aus dem Weg. Insgesamt werden die 31 Mannschaften auf fünf Gruppen mit je fünf Teams und eine Gruppe mit sechs Mannschaften verteilt. Jeweils die Gruppenersten und -zweiten sowie die vier bestplatzierten Dritten sind in Slowenien dabei. Titelverteidiger Spanien sowie Frankreich, Russland, Mazedonien, Litauen, Griechenland, Slowenien und Großbritannien stehen bereits als EM-Teilnehmer fest.

Weiss kann daher recht entspannt nach Freising reisen. Weitaus aufregender wird es für den DBB-Präsidenten zwei Wochen später, wenn an gleicher Stelle über die Ausrichtung der EM 2015 entschieden wird. Deutschland bewirbt sich für das Turnier zusammen mit Frankreich, Italien und Kroatien. Einziger Konkurrent ist die Ukraine. „Das wäre eine große Sache für den deutschen Basketball“, sagte Weiss.

Auch für den neuen Bundestrainer dürfte diese Entscheidung wichtiger sein als die potenziellen Gegner in der EM-Qualifikation. „Es gibt noch nichts Neues“, sagte Weiss auf die Frage nach dem Nachfolger von Dirk Bauermann, dessen achtjähriges Engagement nach der EM in Litauen endete. „Der Neue will natürlich auch wissen, kriegen wird die EM 2015 oder nicht. Schließlich wäre das ein Meilenstein in der Ausrichtung“, sagte Weiss. Wahrscheinlich im Januar will er das Geheimnis lüften, wer fortan das Kommando bei den deutschen Korbjägern hat.

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