Neue Masche

Bestrickende Idee: Mit einer Plakataktion (der TV berichtete) haben die Trierer Bundesliga-Basketballer zum Jubiläum "25 Jahre erste Liga" für Aufsehen gesorgt. Nun spinnen sie den Faden weiter: Mit Hilfe von Fans und Strickbegeisterten soll ein 2,5 Kilometer langer, selbst gestrickter Schal entstehen.

Trier. Basketballer benötigen durchaus Fingerspitzengefühl für ihr Spiel, für den Umgang mit dem Ball, für den Punkterfolg. Aber mit zwei filigranen Stricknadeln Maschen anschlagen? Diese Erfahrung dürften wohl die wenigsten Spieler - oder vielmehr Männer im Allgemeinen - gemacht haben.Nun haben Profisportler ja auch eine Vorbildfunktion. Und so ließ sich ein geduldiger Vitah Chikoko von der noch geduldigeren Helga Israël, einer 91-jährigen Bewohnerin der Trierer Seniorenresidenz am Zuckerberg, in die Geheimnisse des Strickens einweihen. Ein "anstrengender Nachmittag", wie Chikoko hinterher zugab.Aber ein erfolgreicher. Denn seine Maschen sind ein erster, kleiner Teil eines wahrlich riesigen Vorhabens: 200 Kilogramm Wolle, in den Vereinsfarben Grün und Weiß, warten beim Hauptsponsor der Aktion, dem Modehaus Marx nahe der Trierer Basilika, darauf, abgeholt und verstrickt zu werden. Am Ende soll Deutschlands größter Basketball-Fanschal entstehen: 2,5 Kilometer lang, das entspricht der Entfernung zwischen Porta Nigra und Arena Trier. 2,5 Kilometer zur 25. Bundesliga-Saison. Karin Kaltenkirchen, Geschäftsführerin des Modehauses Marx: "Das ist so eine schöne, verrückte Idee, da wollten wir auf jeden Fall mit von der Partie sein. 25 Jahre erste Liga ist für Trier eine große Sache, die wir gerne unterstützen."Zur Mithilfe sind übrigens ausdrücklich nicht nur TBB-Fans aufgefordert, sondern alle, die gerne stricken (und das liegt seit einigen Jahren ja wieder voll im Trend) und die die Aktion unterstützen wollen. TBB-Hallensprecher Christian Schmidt ging neben Chikoko mit gutem Beispiel voran und macht auch allen Strickunerfahrenen Mut: "Wenn man die Theorie erst einmal verstanden hat, ist es viel leichter, als ich gedacht hatte. Ich behaupte: Jeder kann stricken!"Und so funktioniert\'s: Jeder, der einen Teil beitragen will, sollte sich zunächst im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.trier-strickt.de" class="more" text="www.trier-strickt.de"%> registrieren. Im Modehaus Marx warten dann insgesamt 2000 Knäuel Wolle darauf, abgeholt zu werden. Jeder Teilnehmer bekommt einige Knäuel, strickt daraus (nach einer Vorgabe, die ebenfalls im Internet zu finden ist) ein 1,25 Meter langes Teilstück und bringt es zum Modehaus Marx zurück. Dort sollen alle Teilstücke dann später aneinandergenäht werden, so dass ein 200 Kilogramm schwerer und 2,5 Kilometer langer Schal entsteht. Der Fortschritt wird auf der Website der TBB Trier grafisch dargestellt.Weitere Informationen, Registrierung und Anleitung gibt es im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.trier-strickt.de" class="more" text="www.trier-strickt.de"%> und in der Facebook-Gruppe "Trier strickt"Extra

Während die einen für das große Jubiläum stricken, bereiten sich die anderen, nämlichTrainer und Team, seit gestern sportlich auf die 25. Bundesliga-Saison vor. Cheftrainer Henrik Rödl empfing seine Mannschaft zum Trainingsauftakt in der Arena Trier. Einzig Neuzugang Adin Vrabac fehlte - allerdings entschuldigt. Er ist noch mit der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas in der EM-Qualifikation unterwegs. Laut TBB kündigte Rödl einen "harten Einstand" an. Das erste Saisonspiel steht für die Trierer Basketballer am 3. Oktober an. Dann empfangen sie um 17 Uhr die Basketball Löwen Braunschweig. red