Rollstuhlbasketball: Dolpins Trier verlieren 64:100 gegen Thuringia Bulls.

Rollstuhlbasketball : Dolphins: Viele Punkte, aber keine Chance gegen die übermächtigen Bullen

Dolphins Trier verlieren 64:100 gegen Thuringia Bulls.

Schon in der Halbzeitpause ist eine Sache klar: Eng wird es für die Doneck Dolphins Trier im Duell gegen die wohl beste Mannschaft Europas nicht mehr. Trotz der großen Kulisse in der Uni-Halle am Sparkassenspieltag (darunter viele Kinder, die zum ersten Mal ein Rollstuhlbasketball-Spiel sehen. Die Thuringia Bulls, ungeschlagener Bundesliga-Spitzenreiter, hatte von Beginn an alles im Griff. Zur Halbzeit führten die Gäste schon mit 51:28. „Unter 100 bleiben“, so formulierte Günter Ewertz in der Halbzeitpause das verbliebene Ziel. Aber auch daraus wurde am Ende nichts: 50 Sekunden vor Schluss machte es ausgerechnet der frühere Dolphins-Spieler Karlis Podnieks zweistellig. Mit 100:64 ging das Spiel an die Gäste, die im Dezember bereits wieder in Trier zu Gast sein werden. Dann sind die Dolphins im Pokal-Viertelfinale wieder klarer Außenseiter. Zumindest Diana Dadzite wird dann aber wieder mit von der Partie - die Lettin hatte am Wochenende währenddessen ihre Medaillensammlung erweitert: Bei den Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Dubai gewann das sportliche Multitalent Bronze im Diskuswerfen. Zuvor hatte sie bereits WM-Gold im Speerwerfen geholt. Aber auch mit Diana Dadzite hätte es gegen die bärenstarken Thüringer wohl nicht zu einem Heimsieg gereicht. Die Trierer können sich zumindest mit einer Statistik trösten: Kein Team hatte zuvor in der Bundesliga-Saison so viele Punkte gegen die Bullen geworfen. Spielertrainer Dirk Passiwan wechselte schon in der ersten Halbzeit mehrfach die Lineups. Viel Spielzeit erhielt Neuzugang Lukas Jung. Richtig gut drauf war bei den Dolphins Ryan Wright, der zwar mit 23 Punkten nicht der Topscorer der Trierer war (da lag Passiwan mit 26 Punkten vor ihm) – aber fünf getroffene Dreier bei sechs Versuchen sind herausragend.

Am nächsten Wochenende steht für die Dolphins kein Bundesliga-Spiel an. Um Punkte geht es erst wieder am 1. Dezember bei den Iguanas München.

Dolphins: Passiwan 26, Wright 23, Rossi 6, Ebertz 4, Dorner 3, Jung 2

Thuringia Bulls (beste Schützen): Halouski 32, Williams 23, Bienek 20

Dolphins-Spieler Correy Rossi im Duell mit David Scott. Foto: TV/Andreas Feichtner
Foto: TV/Andreas Feichtner

Viertelstände: 10:28, 28:51 (Halbzeit), 49:73, 64:100