Schlag auf Schlag im Tabellenkeller

Schlag auf Schlag im Tabellenkeller

Zeit zum Luftholen oder zum Grübeln über das Weshalb und Warum der letzten Negativresultate bleibt den Trierer Bundesliga-Basketballern kaum. Drei Tage nach der unglücklichen Niederlage gegen Meister Bamberg steht bereits die nächste Aufgabe in Tübingen an.

Trier. Das Duell mit den Walter Tigers Tübingen (Freitag, 20 Uhr, Paul-Horn-Arena) ist mit den zurückliegenden drei Partien gegen die Topteams Berlin, München und Bamberg nicht zu vergleichen. Zwar sind die Gastgeber nach zuletzt drei Heimsiegen Favorit, aber was die Qualität und Tiefe des Kaders angeht, sind sie nicht höher einzuschätzen als die Moselaner.
TBB-Trainer Henrik Rödl ist davon überzeugt, dass die knappen Niederlagen gegen die hohen Favoriten seinem Team nicht geschadet, sondern gezeigt haben, dass die Formkurve weiter nach oben geht. Der Coach weist zwar darauf hin, dass die Saison noch lang ist, kennt aber natürlich auch die besonderen Gesetze, die für Mannschaften gelten, die trotz guter Leistungen nicht punkten können: "Wenn wir die Intensität, mit der wir die letzten Partien bestritten haben weiter hochhalten und diese Form stabilisieren, dann ist der nächste Sieg nur eine Frage der Zeit."
Er sagt aber auch: "Es würde uns sicher guttun, mal wieder zu siegen und damit vielleicht den Trend umzukehren, bevor nach fünf Spielen wieder die ganz dicken Brocken kommen." Unabhängig davon, dass er den Tigers bescheinigt, "sieben, acht wirklich gute Bundesliga-Akteure im Kader zu haben" - explizit nennt er den wieder erstarkten Spielmacher Louis Campbell und den litauischen Center-Routinier Pavelas Cukinas - will er ganz bewusst bei seinen Schützlingen "die Konzentration auf die eigene Stärke" in den Vordergrund rücken. "Leichte Spiele gibt es in der Liga ohnehin nicht", sagt der Coach, "aber wir wissen auch, dass wir das Potenzial haben, auch schwere Spiele zu gewinnen." Sie müssen dieses Wissen um die eigene Stärke "nur noch" in Punkte umwandeln. Wie auch immer das Resultat der Partie am Neckar lauten wird - auch das werden die Trierer schnell verpacken müssen. Denn bereits am kommenden Montag steht das "Derby" gegen Bonn (20 Uhr, Arena Trier) an.
Das Spiel aus Tübingen kann über den Livestream im Internet (u. a. www.volksfreund.de ) ab 19.20 Uhr verfolgt werden.

TBB Trier: Linhart, Joyce, Saibou, Zwiener, Dojcin, Faßler, Seiferth, Washington, Picard, Zirbes, Bynum, Dietzwir