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Skyliners eine Nummer zu groß

Skyliners eine Nummer zu groß

Die TBB Trier hat am Samstagabend ihr Heimspiel gegen die Frankfurt Skyliners mit 75:85 verloren. Vor gut 4500 Zuschauern in der Arena Trier erzielte Trevon Hughes auf Trierer Seite 29 Punkte.

Trier. Es hätte so schön sein können: Es sind nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. Warren Ward steht an der Drei-Punkte-Linie, wirft und trifft. Der Ball ist drin. Danach pfeift der Schiedsrichter ab. Trier führt gegen die Frankfurt Skyliners mit 64:63. Die Halle tobt. Es wäre der dritte Sieg in Folge für das Team von Henrik Rödl. Doch die Betonung liegt auf "wäre", denn die beschriebene Situation ist nur das Ende des dritten Viertels. Das danach folgende letzte Viertel entscheiden die Frankfurter deutlich für sich, und so lautet der Endstand vor 4582 Zuschauern in der Arena Trier 75:85 aus TBB-Sicht.Über weite Strecken dominierte der Tabellen-13. aus Hessen die Partie. Durch schnelle Pässe in der Offensive und eine starke Trefferquote von der Drei-Punkte-Linie führten die Skyliners teilweise mit bis zu 14 Punkten. Besonders Frankfurts Kanadier Andrew Rautins überzeugte mit 30 Punkten in einem Team, das mit insgesamt sieben jungen deutschen Spielern an die Mosel gereist war. Zudem mussten die Basketballer aus der Mainmetropole ohne ihren etatmäßigen Aufbauspieler Dawan Robinson auskommen, der Anfang der Woche aus disziplinären Gründen entlassen worden war. "Die Frankfurter haben heute verdient gewonnen", resümierte TBB-Headcoach Henrik Rödl. "Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht konzentriert genug und haben auch die nötige Ruhe vermissen lassen." Außerdem, so Rödl, fehlten derzeit aufgrund der Verletzungssituation die Alternativen auf einigen Positionen. Während An dreas Seiferth nach seiner Knieverletzung knappe fünf Minuten auf dem Feld stand, fielen Tony Canty und Mathis Mönninghoff komplett aus.Die ersten beiden Viertel des Spiels gingen klar an das Team vom Main. So führten die Frankfurter zur Halbzeit mit 13 Punkten. Im dritten Viertel kämpften sich die Trierer dann heran. Angeführt von Aufbauspieler Trevon Hughes, der insgesamt 29 Punkte erzielte, gelang es dem Rödl-Team, das Spiel nach 30 Minuten zu drehen. Doch als die Zuschauer in der Arena die Chance auf den dritten Sieg in Serie witterten, kämpfte sich Frankfurt zurück ins Spiel und baute eine knappe Führung bis zum Ende auf zehn Punkte aus. Auffallend war hierbei die schwache Trierer Defensivarbeit, die den Hessen zahlreiche Offensivrebounds und leichte Punkte ermöglichte. "Wir müssen weiter hart an uns arbeiten", befand Rödl nach Spielende. Nächste Woche reist die TBB zu den Artland Dragons. Am 16. November kommt dann Phoenix Hagen zum nächsten Heimspiel. Dann tobt die Halle hoffentlich auch nach Ende des vierten Viertels. Punkte Trier: Ward 11, Hughes 29, Schmidt 3, Samenas 6, Chikoko 14, Bucknor 10, Anderson 2; Punkte Frankfurt: Klein 10, Rautins 30, Bright 7, Voigtmann 8, Barthel 15, Burtschi 15.