TBB auf Tigerjagd

Bei den Walter Tigers Tübingen erwartet die TBB Trier ein schweres Spiel. Die erste Begegnung der beiden Teams in der Arena gewann die TBB nur knapp und nach großem Kampf mit 68:63.

(wir) Vor dem Gastspiel der Trierer Bundesliga-Basketballer bei den Walter Tigers Tübingen (Samstag, 20 Uhr, Paul-Horn-Arena) macht Cheftrainer Henrik Rödl noch einmal deutlich, warum er keinen Gedanken an eine rechnerisch mögliche Playoff-Teilnahme verschwendet. "Die Rückrunde wird für uns schwieriger als die erste Saisonhälfte, weil wir viele Mannschaften, die in etwa unser Niveau haben, in der Hinrunde zu Hause hatten und nun gegen diese Gegner auf fremdem Parkett antreten müssen." Dazu zählt Rödl auch Tübingen, das im Hinspiel nach hartem Kampf erst im Schlussviertel beim letztlich verdienten 68:63-Erfolg niedergerungen wurde. Aber zu Hause fallen solche Siege eben leichter, "weil wir von unserem Publikum fantastisch unterstützt werden."

Beim Gastspiel am Neckar rechnet Rödl mit einer noch schwierigeren Aufgabe als im ersten Aufeinandertreffen, nicht nur, weil dort die Kulisse ebenfalls mithelfen kann, Spiele zu entscheiden. "Tübingen ist zu Hause eine Macht, das haben sie nicht zuletzt auch mit ihrem Sieg über Alba bewiesen." Die Berliner, die sich schon einige Stolperer in dieser Spielzeit geleistet haben, verhedderten sich vor wenigen Tagen in der von den Fans "Dschungel" getauften Paul-Horn-Arena. Wie die Aussichten der TBB sind, aus Tübingen Zählbares mitzubringen, wird nicht zuletzt von den Bankspielern abhängen. "Tübingen spielt mit einer kleinen Rotation", verrät Rödl. Und die muss mit zunehmender Spieldauer Kräfte lassen. Wenn der Gegner Energieschübe von der Bank bekommt, kann das entscheidend sein.

Rödl will die Aussichten auf Erfolg oder Misserfolg zwar nicht an einzelnen Personen festmachen, aber dass "Chris Oliver, Branislav Ratkovica und Anatoly Kashirov die Schlüsselspieler sind", die es gilt, einzuschränken, verhehlt er nicht. Dennoch"Wir fahren optimistisch nach Tübingen, denn ich glaube, wir haben nach der Pause unseren Rhythmus wiedergefunden. Wichtig ist, dass wir an uns glauben, uns nicht verstecken und wie im Hinspiel zeigen, dass wir trotz körperlicher Unterlegenheit in der Lage sind, den Rebound zu dominieren." Und noch etwas möchte Rödl sehen: "Die Mannschaft soll zeigen, dass sie auch auswärts zu starken Leistungen und Siegen fähig ist." Personell können die Trierer aus dem Vollen schöpfen.

TBB Trier: Stewart, Joyce, Zwiener, Dojcin, Faßler, Karamatskos, Bynum, Evans, Picard, Clay, Zirbes

Das Spiel kann im Internet-Livestream ( www.volksfreund.de) verfolgt werden, anschließend gibt es Interviews im Originalton.