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TBB: Ein Sieg, eine Niederlage und das Prinzip Hoffnung vor dem Besuch der Drachen

TBB: Ein Sieg, eine Niederlage und das Prinzip Hoffnung vor dem Besuch der Drachen

Am Ende hat die Kraft gefehlt: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat nach dem Sieg am Freitag in Gießen am Sonntag kein Ausrufezeichen im Playoff-Kampf setzen können. Braunschweig siegte am Ende noch deutlich.

Ein Spiel, das fast Playoff-Charakter hatte: So sah es am Sonntag beim letzten Trierer Hauptrunden-Auswärtsspiel in Braunschweig aus. Der Gewinner hatte beste Aussichten auf die Meisterrunde. "Do or die", so nennt man das in der Basketball-Muttersprache. Alles oder nichts. Oder besser: fast nichts. Nach dem 58:72 in Braunschweig ist der Trierer Playoff-Traum trotz der gleichzeitigen Niederlagen von Ludwigsburg und Bremerhaven noch nicht komplett geplatzt. Am letzten Spieltag empfängt die TBB an Karsamstag den Tabellenvierten Artland Dragons (siehe Hintergrund).

Das Duell bei den "Phantoms" war von Beginn an heiß umkämpft und über weite Strecken völlig ausgeglichen. Das erste Viertel ging hauchdünn an die Niedersachsen. Im zweiten Abschnitt schafften die Trierer beim 35:31 ihre höchste Führung. Mit 35:35 ging es in die Pause.

Braunschweig kam besser aus der Pause und ging durch Mittmann erstmals mit sieben Punkten in Führung. In der Defensive leisteten die Trierer gute Arbeit, offensiv klappte aber nicht alles. Die Braunschweiger, die das Spiel in Trier mit neun Punkten verloren hatten, gingen mit 50:46 ins entscheidende Viertel. Nach einem Dreier von LaMarr Greer und zwei Freiwürfen von Kyle Visser zum 59:50 sah es düster aus. Am Ende schraubte Braunschweig das Ergebnis noch nach oben. Beste TBB-Schützen waren Maik Zirbes und Dru Joyce.

"Braunschweig hat in der zweiten Halbzeit eine sehr guten Job gemacht. Von daher geht der Sieg in Ordnung", kommentierte TBB-Assistenztrainer Thomas Päch im Livestream-Interview. Die Hoffnung auf die erste Playoff-Teilnahme seit 2004 hat er noch nicht aufgegeben.

Am Freitag hatten die Trierer mit dem Sieg in Gießen bereits dafür gesorgt, dass sie zumindest mit einer ausgeglichenen Bilanz aus der Saison gehen - und damit deutlich über den eigenen Saisonzielen liegen.

Die TBB hatte nach einer sehr starken ersten Halbzeit in Gießen samt deutlicher Führung im zweiten Durchgang einige Probleme mit den abstiegsbedrohten Hessen. Es reichte am Ende aber zum 63:53-Auswärtssieg. Flügelspieler Philip Zwiener kam nach über vier Wochen Pause wieder zum Einsatz und spielte 15 Minuten. In Braunschweig hatte der Trierer Topscorer im letzten Viertel erneut Schmerzen und konnte nicht mehr eingesetzt werden. AF

Braunschweig - TBB Trier 72:58

TBB Trier: Zirbes 16, Joyce 15, Bynum 8, Faßler 7, Dojcin 8, Zwiener 2, Stewart 2, Clay 0, Picard 0

Braunschweig (beste Schützen): Thomas 15, Visser 12

Viertelstände: 22:21, 35:35 (Halbzeit), 50:46, 72:58

Gießen - TBB 53:63

TBB Trier: Joyce 16, Stewart 15, Zirbes 9, Zwiener 8, Bynum 5, Dojcin 2, Faßler 5, Picard 3, Clay 0

Viertelstände: 4:13, 17:38 (Halbzeit), 36:47, 53:63


HINTERGRUND


Zur Playoff-Teilnahme wäre Platz acht nötig. Die TBB kann theoretisch mit einem Sieg gegen Artland mit Ludwigsburg (7.) und Göttingen (8.) gleichziehen. Wenn zwei oder mehr Mannschaften nach dem 34. Spieltag punktgleich sind, zählt der direkte Vergleich unter den Mannschaften. Die TBB hat den direkten Vergleich gegen Ludwigsburg gewonnen und gegen Bremerhaven sowie Göttingen verloren. Die TBB muss um die Playoffs definitiv zum Abschluss gegen die Artland Dragons gewinnen und auf gleichzeitige Niederlagen von Bremerhaven und Ludwigsburg hoffen. AF

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