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TBB: Insolvenzverfahren läuft, Suche nach Geschäftsführer auch

Trier. Während das Insolvenzverfahren gegen die TBB nun offiziell eröffnet worden ist, arbeiten die Verantwortlichen im Hintergrund an den Fundamenten eines neuen Trierer Basketballclubs. Auf der Agenda steht unter anderem die Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Marek Fritzen


Jetzt ist es amtlich: Das Insolvenzverfahren gegen die TBB Trier AG ist eröffnet - es ist am 1. Mai um 11 Uhr angelaufen. Die Gläubiger werden in den kommenden Tagen von Insolvenzverwalter Thomas B. Schmidt angeschrieben. "Sie können dann bis zum 30. Juni ihre Insolvenzforderungen anmelden", erklärt Guido Joswig, Sprecher des Insolvenzverwalters.

Versammlung am 13. August

Um wie viele Gläubiger es sich handelt, möchte Joswig nicht sagen. Nach TV-Informationen soll sich die Zahl im niedrigen dreistelligen Bereich bewegen. "Zu den Gläubigern gehört auch die Arbeitsagentur, weil diese die Gehälter der TBB-Angestellten in den letzten drei Monaten übernommen hat", sagt Joswig. Für den 13. August ist eine Gläubigerversammlung terminiert, in deren Rahmen die Gläubiger darüber informiert werden sollen, ob ihre Forderungen erfüllt werden können. Ob die Gläubiger etwas von ihrem Geld wiedersehen werden, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Was dagegen feststeht, ist die Tatsache, dass die TBB AG sich aktuell durch das Insolvenzverfahren formell in der Auflösung befindet. Vor wenigen Tagen ist bereits eine neue Gesellschaft gegründet worden, die sich um die Lizenz in der Pro A bewirbt (der TV berichtete). Sie trägt den Namen Trierer Ballsport Bewegung. Übergangs-Geschäftsführer ist Ronny Höpfner, der bisher als geschäftsführender Vorstand der TBB-Nachwuchsabteilung agierte. Ob Höpfner dauerhaft die Geschicke übernehmen wird, steht nach TV-Informationen noch nicht fest. Neben ihm soll es für den Posten noch zwei weitere externe Kandidaten geben, die beide aus dem Sportmanagementbereich stammen.

"Da die neu gegründete AG ab dem 1. Juli operativ tätig werden muss", heißt es aus Vereinskreisen, "muss bis zu diesem Zeitpunkt auch die Position des hauptamtlichen Geschäftsführers benannt worden sein". Mindestens genauso wichtig wie die baldige Besetzung des Geschäftsführerpostens ist die des Trainers. Henrik Rödl hat sich nach dem letzten Saisonspiel gegen den Mitteldeutschen BC zunächst erst einmal "etwas Abstand" erbeten. Zur Frage, ob er bleibt oder geht, äußert er sich momentan noch nicht.

Wie zu hören ist, haben sechs Tage nach dem letzten Saisonspiel einige ehemalige TBB-Spieler bereits die Heimreise angetreten. So sind Laurynas Samenas, Ricky Harris, Marko Lukovic und Adin Vrabac bereits in ihre Heimatländer zurückgekehrt.