TBB Junior Team: "Wir rollen das Feld von hinten auf"

Das TBB Junior Team hat innerhalb von einer Woche den Spitzenreiter Tröster Breitengüßbach vom Thron gestoßen. Trainer Josip Bosnjak hat mit zahlreichen Verletzungen im Kader zu kämpfen.

 TBB-Junioren-Trainer Josip Bosnjak konnte bisher in keinem Spiel seine Bestbesetzung aufbieten. TV-Foto: Archiv/Uli Kaurisch

TBB-Junioren-Trainer Josip Bosnjak konnte bisher in keinem Spiel seine Bestbesetzung aufbieten. TV-Foto: Archiv/Uli Kaurisch

Trier. Die Mannschaft der Stunde in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) ist das TBB Junior Team. Die U 19 von Trainer Josip Bosnjak hat innerhalb von einer Woche den bis dahin souverän führenden Spitzenreiter Tröster Breitengüßbach mit zwei Siegen in den direkten Duellen vom Thron gestoßen. Dem 75:64-Erfolg in Bayern ließ der Nachwuchs der TBB im Heimspiel gegen denselben Gegner ein 71:67 (39:35) folgen.

Bosnjak ist davon überzeugt, in der Normalrunde zu verlieren - in Kronberg und zu Hause gegen die Franken Hexer aus Nürnberg und Funkwerk Jena ein durchaus realistisches Szenario. Um als Erster in die Play-Offs und damit dem zweifachen Meister Alba Urspringschule Ehingen aus dem Weg zu gehen, reicht es aber nur, wenn auch Breitengüßbach kein Spiel mehr verliert. Dann kommt es zu einem Dreiervergleich zwischen Trier, Gießen und Tröster, in dem die Moselaner die Nase vorn haben.

Es ist müßig, zu spekulieren, wie die Bilanz der Youngster aussehen würde, hätten sie nicht mit denselben Problemen zu kämpfen, wie die Profis der TBB. Auch Bosnjak konnte noch in keinem einzigen Spiel seine Bestbesetzung aufbieten. Im Hinspiel in Breitengüßbach fehlten mit Maik Zirbes und Kilian Dietz die beiden Topcenter, mit Malte Kien der erfahrenste Aufbauspieler. Dass der Charakter des Kaders stimmt, zeigte sich im Rückspiel, als Dietz, dem gerade ein Bluterguss im Knie entfernt worden war, darauf bestand, zu spielen. Für Kien sprang mit Maxim Schneider der Jüngste in die Bresche. In beiden Spielen erzielte der 16-Jährige jeweils 27 Punkte.

Die Bayern versuchten alles, um die Scharte aus dem Hinspiel auszuwetzen und Platz Eins zu verteidigen. Aber letztlich setzte sich der unbändige Siegeswillen der Trierer durch. Neben Schneider überzeugte Maik Zirbes, der mit 20 Punkten und 10 Rebounds wieder einmal ein Double-Double erzielte, Dietz, der sich trotz Schmerzen durchbiss und Aaron Henrichs, der das Duell mit dem Pro-B-Spieler Daniel Schmidt gewann. Die Vorentscheidung in dieser bis zu Beginn des Schlussviertels auf der Kippe stehenden Partie schafften die Gastgeber mit einem 15:0-Lauf nach einem 55:58-Rückstand (31.). Schneider (5 Punkte), Dietz (4), Henrichs und der immer stärker werdende Andrew Wiggins (3). Im Gegensatz zum Hinspiel dominierten die TBBler auch den Rebound deutlich.

Das lag nicht zuletzt daran, dass Dietz dabei war, sondern auch an der von Bosnjak verordneten Taktik, dass die Brettspieler ausblocken und damit den Weg frei machen für die "Kleinen", die dann die Rebounds holen. So war Schneider (7) drittbester Rebounder hinter Zirbes und Dietz (8).

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