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TBB Trier: Aufatmen oder weiterzittern?

TBB Trier: Aufatmen oder weiterzittern?

Riesendruck auf beiden Seiten: Am Samstag gastiert Basketball-Bundesligist TBB Trier im direkten Kellerduell bei den Frankfurt Skyliners (20 Uhr, Ballsporthalle). Für die TBB endet danach das Zittern - oder es geht erst richtig los.

Trier. Vielleicht ist es ein gutes Omen: Vor exakt einem Jahr machte die TBB eine Woche vor Saisonende den Klassenerhalt perfekt, mit zehn Siegen auf dem Konto. Da damals die Kellerkonkurrenz "mitspielte", konnten sich die Trierer sogar die knappe Niederlage in Ulm leisten. Sicherer Klassenerhalt eine Woche vor Schluss? Das kann die TBB heute in Frankfurt wiederholen. Das ist erklärtes Ziel und hohe Hürde zugleich. Denn die Vorzeichen sind in diesem Jahr anders. Trier und Frankfurt haben bereits 13 Siege auf dem Konto - wie auch der MBC, Bremerhaven und Bayreuth. Selbst mit 14 Siegen ist in diesem Jahr noch ein Abstieg möglich - das gab es in der Liga noch nie. Für die Trie rer ist der Klassenerhalt mit einem Sieg aber wasserdicht, weil dann zumindest Ludwigsburg oder Frankfurt hinter Trier bleiben würde. Frankfurt empfängt am letzten Spieltag die Ludwigsburger. Die Rechenspiele würde TBB-Trainer Henrik Rödl gerne heute Abend offiziell beenden. "Wir haben noch drei Spiele, da gibt es noch zu viele Variablen. Wir haben eine Riesenchance, in Frankfurt zu punkten." Er erwartet, dass das Team das Spiel für sich entscheidet, das am besten mit dem Druck umgehen kann.
Im Hinspiel hatte die TBB kurzen Prozess mit den Skyliners gemacht (78:59). Die Voraussetzungen haben sich aber inzwischen geändert. Das Team von Muli Katzurin hat durch gute Nachverpflichtungen an Qualität gewonnen. Das zeigte zuletzt der starke Lauf mit sieben Siegen aus den letzten zehn Spielen. Zuletzt verloren die Frankfurter aber in Bonn. Die TBB hat sich dagegen zuletzt mit fünf Niederlagen in Folge selbst in die Unruhezone gebracht. Bei den Trierern sind alle Mann an Bord, bei Frankfurt ist Dawan Robinson nach seiner Lungenembolie nur als Zuschauer in der Halle.
Sollte die TBB verlieren, geht das Zittern weiter. In diesem Fall wären Siege von Bayern München (in Ludwigsburg) und Tübingen (gegen Braunschweig) hilfreich. Sollte die TBB nicht zwischenzeitlich am Mittwoch in Berlin gewinnen, fiele die Entscheidung erst am letzten Spieltag. Die Trierer treten dann bei den Artland Dragons an.
Wer sich nicht auf den Weg nach Frankfurt macht, kann die Partie via Audiostream verfolgen (für Kommentator Chris Schmidt ist es die 100. Übertragung von einem Auswärtsspiel).