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TBB Trier enttäuscht beim Aufsteiger

TBB Trier enttäuscht beim Aufsteiger

Das war gar nichts: Die TBB Trier hat ihr Auswärtsspiel beim bisher noch sieglosen Aufsteiger Crailsheim Merlins mit 84:100 (40:50) verloren. Jetzt wartet Alba Berlin.

Crailsheim. Fangen wir mal mit dem Positiven an. Laurynas Samenas ist zurück im TBB-Kader. Der Litauer hat seine Schienbeinverletzung überstanden, die er sich im ersten Training der Saisonvorbereitung im Sommer zugezogen hatte. Beim Auswärtsspiel seiner Trierer bei Aufsteiger Crailsheim Merlins wirkte Samenas wieder mit. Damit allerdings hätten wir die positiven Aspekte des dritten TBB-Auswärtsspiels der Saison aber auch schon abgehakt.
Denn die Leistung gegen den bisher sieglosen Aufsteiger und Tabellenletzten war enttäuschend - das spiegelt auch das Ergebnis wider: 84:100 (40:50) unterlag Trier dem Liga-Neuling. Crailsheim gelang somit nicht nur der erste Sieg in ihrer ersten Bundesligasaison, sondern sie erzielten auch zum ersten Mal 100 Punkte in einem Spiel.
Von Beginn an wirkten die Trie rer wie gelähmt. Zwar hatte Crailsheim in den letzten Tagen mit Sean Mosley und Chad Timberlake noch zwei US-Amerikaner verpflichtet, die ihr neues Team mit 19 Punkten (Mosley) und acht Punkten (Timberlake) stark unterstützten. Dies allein kann allerdings nicht als Begründung für die schwache Leistung der TBB angesehen werden.
Unerklärlich auf Trierer Seite war vor allen Dingen die eklatante Rebound-Schwäche. Alleine in der ersten Halbzeit standen den 22 Crailsheimer Rebounds lediglich acht Trierer entgegen. Das Team von Trainer Henrik Rödl, das ohne Adin Vrabac (musste für Samenas aus dem Kader weichen) und Andreas Wenzl (verletzt) angetreten war, punktete meist nur durch Einzelaktionen.
So sorgten Jermaine Bucknor (15 Punkte) und Marko Lukovic (14) dafür, dass die TBB den Vorsprung zur Pause auf zehn Punkte (40:50) verkürzen konnte, nachdem die Grün-Weißen zeitweise sogar mit 13 Punkten hinten lagen. Auch Rödl war die Enttäuschung am Spielfeldrand deutlich anzusehen. Verständlich, schließlich spielte der Aufsteiger aus Baden-Württemberg keinesfalls überragend - dafür aber mit der notwendigen Leidenschaft, die die TBB über weite Strecken des Spiels vor den rund 3000 Zuschauern in der Arena Hohenlohe vermissen ließ.
Wer nach der Pause auf eine Reaktion der TBB gehofft hatte, wurde komplett enttäuscht. Der Zehn-Punkte-Vorsprung wuchs bis zum Ende des dritten Viertels auf 22 (!) Punkte an (55:77). Crailsheim behielt weiterhin die Rebound-Hoheit unter den Körben. Wenn die Moselaner mal einen Angriff erfolgreich abschließen konnten, dann weiterhin meist nur durch Einzelaktionen.
So war das Spiel bereits vor Beginn des letzten Spielabschnitts entschieden. Die Franken trafen nun auch die unmöglichen Würfe von außen. Angeführt von Neuzugang Mosley feiert Crailsheim so den ersten Saisonsieg. Die TBB blickt dagegen nach der zweiten Niederlage in Folge schwierigen Wochen entgegen. Am Sonntag (2. November) kommt Alba Berlin an die Mosel. Eine Woche später gastiert das Team dann in Frankfurt. Mit der enttäuschenden Leistung vom Samstagabend wird aus diesen Spielen allerdings nicht viel zu holen sein.