TBB Trier: Liga fordert 8500 Euro

Trier · Basketball-Bundesligist TBB Trier sucht nach weiteren Unterstützern für das geplante Aktiengesellschafts-Modell (der TV berichtete). Nicht recht ins (finanzielle) Konzept passen da insgesamt 8500 Euro Strafe, die die BBL von den Trierern einfordert.

(AF) Der Dezember ist lange vorbei, der tristeste Monat der TBB-Geschichte seit Ewigkeiten: Ein Monat, der fünf Niederlagen in Folge brachte und in dem die Trierer einen Sparkurs samt Gehaltskürzungen angekündigt hat. Der Monat wird für den Erstligisten wohl noch teurer als erwartet: Die Basketball-Bundesliga (BBL) hat insgesamt 8500 Euro von der TBB gefordert, weil sie bei den Auswärtsspielen in Ulm und Weißenfels jeweils gegen die Spielordnung verstoßen hat. Beim Spiel in Ulm fehlte ein Spieler (1000 Euro Strafe). Schwerer wiegt der Verstoß beim Spiel in Weißenfels: Da missachteten die Trierer die Deutschen-Quote. Demnach müssen vier Spieler mit deutschem Pass einsatzfähig sein. Die TBB war aber nur mit Zirbes, Andreev und Shtein angereist, auch wenn es für einen Platz auf der Bank selbst nach der Absage von Karamatskos Alternativen gegeben hätte.

TBB-Manager Lothar

Hermeling bestätigt, dass Post von der BBL kam. Zum Inhalt will er sich aber mit Verweis auf ein "laufendes Verfahren" nicht äußern. BBL-Geschäftsführer Jan Pommer ist konkreter: "Wir haben die Trierer wegen der Strafen angeschrieben." Die TBB könne zwar Berufung einlegen: "Aber die hielte ich nicht für sehr aussichtsreich."

Unterdessen werben die Trie rer weiter für eine Bundesliga-Zukunft der Trägerschaft der Treveri Basketball AG. Die Zeichnungsfrist für die Aktien endet am Mittwoch, 20. Januar. Bis dahin sollen laut AG-Aufsichtsrat Ralph P. Moog 250 000 Euro Eigenkapital zusammengekommen sein - oder zumindest ein Betrag, der nicht deutlich darunter liegt. Zum derzeitigen Stand macht Hermeling keine Angaben. Er geht aber fest davon aus, dass das neue Trierer Konzept am 23. Januar bei der BBL-Versammlung vorgestellt wird: "Das ist fest vorgesehen."