TBB verliert in Tübingen deutlich

TBB verliert in Tübingen deutlich

Kein geruhsamer Jahreswechsel: Die Trierer Bundesliga-Basketballer mussten sich den Walter Tigers Tübingen mit 85:65 geschlagen geben. Damit hat die TBB das fünfte Spiel in Folge verloren.

Maik Zirbes war sauer. Der Trierer Center hatte sich gerade einen Rebound geangelt, nach Meinung der Schiedsrichter dabei aber den Tübinger Pavelas Cukinas gestoßen. Foul gegen Zirbes also, und weil er den Ball wütend auf den Boden hämmerte, gab's gleich noch ein technisches Foul hinterher. Eine Minute vor der Halbzeitpause bekam Tübingen so vier Freiwürfe zugesprochen, während Zirbes mit insgesamt vier Fouls auf dem Konto auf die Bank musste.

Für Diskussionsstoff sorgte auch die nächste Szene: James Washington klaute den Tigers den Ball, wurde auf dem Weg zum leichten Korbleger von Josh Young gefoult - über ein Unsportliches Foul hätten sich die Tübinger nicht beschweren dürfen, die Schiedsrichter konnten sich aber nicht zu dieser Entscheidung durchringen.

Zwei Szenen, von denen sich Trier nicht mehr erholte: Beim 65:85 (31:41) am Freitag bei den Walter Tigers Tübingen verlor das Team von Henrik Rödl auch das fünfte Spiel in Folge. Den Start hatten die Trierer schon verschlafen. Vier Ballverluste nach drei Minuten ermöglichten Tübingen eine 6:0-Führung, bis Philip Zwiener schließlich für die ersten TBB-Punkte sorgte. Trier hatte Probleme, den Tübinger Schnellangriff über Reggie Redding zu stoppen - da traf es sich gut, dass der nach zwei frühen Fouls wieder auf der Bank Platz nehmen musste.

Zwiener sorgte mit sechs Punkten in der Anfangsphase für den schnellen Ausgleich beim 8:8, Dru Joyce gelang beim 10:8 gar die erste Trierer Führung, 100 mitgereiste Fans feierten. Doch Ende des ersten Viertels begann eine Schwächephase der Trierer: Ob Fassler, Seiferth oder Dojcin - beste Chancen direkt am Korb blieben ungenutzt, der Ball sprang immer wieder aus dem Ring. Tübingen dagegen nahm Fahrt auf, legte einen 15:0-Zwischenspurt hin zum 27:14.

Dass Trier zur Pause (41:31) immer noch in Schlagdistanz war, hatte das Team von Henrik Rödl der schwachen Freiwurf-Ausbeute der Tigers zu verdanken: Nur 12 von 21 Versuchen saßen. Andreas Seiferth startete für Zirbes in die zweite Hälfte und führte sich mit neun Punkten im dritten Viertel sowie einem Block gegen Nash prächtig ein. Doch die Tübinger Distanz-Spezialisten Duggins und Simon hatten jetzt das Visier eingestellt, verwandelten drei Dreier zum 58:44 für Tübingen - in der 28.Minute bat Rödl erneut zur Auszeit. Kaum wieder auf dem Parkett, verlor Dru Joyce den Ball gegen Young, hielt diesen unfair auf - diesmal gab es das Unsportliche Foul. Der Rückstand wuchs an bis auf 44:62 - schon vor Ende des dritten Viertels war die Entscheidung gefallen.

Kurios: Joyce hatte in Tübingens rosaroter Halle bis gestern noch nie verloren, kam bei zwei Auftritten im Ulmer Trikot sowie im Vorjahr bei Triers Auswärtssieg auf 21.3 Punkte im Schnitt. Am Freitag fand der Spielmacher aber lange nicht zu seinem Wurf, kam nur auf vier Punkte in der ersten Hälfte. Aber auch die Kollegen hatten kein Zielwasser: Trier blieb ohne erfolgreichen Dreier bis 4:40 Minuten vor dem Schluss, als Linhart zum 60:71 verkürzte. Faßler ließ einen weiteren Distanztreffer zum 63:71 folgen, auf der Gegenseite leistete sich Redding seinen siebten Turnover der Partie. Zirbes verkürzte per Freiwurf auf 65:71, Tübingen warf einen Einwurf ins Aus. Zwieners Mitteldistanzwurf schaute rein, sprang aber wieder aus dem Ring, Hodzic beendete mit einem Dreipunkte-Spiel zum 74:65 das letzte TBB-Aufbäumen.

Kein geruhsamer Jahreswechsel also für den TBB - schon am 2. Januar folgt das Spiel gegen die Bonner. Und die ließen gestern mit einem Auswärtssieg aufhorchen.

Tübingen - TBB Trier 85:65 (41:31).
TBB: Zirbes 9 Punkte, Joyce 4, Linhart 13, Zwiener 11, Dojcin, Seiferth 9, Bynum 9, Faßler 3, Picard, Washington 7, Saibou.
Tübingen (beste Schützen): Duggins 14, Young 16, Nash Hodzic (9)
Viertelstände: 19:14, 41:31, 64:51, 85:65
Zuschauer 2900.