TBB zerpflückt die "Veilchen"

TBB zerpflückt die "Veilchen"

Souveränität bringt Selbstvertrauen: Basketball-Bundesligist TBB Trier hat sich am Samstagabend beim 71:60 (40:20) nach zuvor zwei Niederlagen eindrucksvoll zurückgemeldet. Dabei mischte Philip Zwiener kräftig mit.

Trier. Welchen Stellenwert hat Philip Zwiener im Team der TBB Trier? Drei Zahlen liefern eine knappe Antwort auf diese Frage: 10, 17, 31. Zum ersten Mal in dieser Saison kam Zwiener am Samstag beim 71:60 in Göttingen nach seiner Knöchelverletzung richtig zum Zug. In 31 Minuten auf dem Feld setzte er mit zehn Rebounds und 17 Punkten Bestmarken bei seinem Team.
So half der 26-jährige Flügelspieler kräftig mit, dass die TBB bei den Niedersachsen praktisch nie in Bedrängnis geriet. Schon nach dem Anfangsviertel stand eine zweistellige Führung. Und beim 40:20 zur Halbzeit - bereits mit 14 Punkten von Zwiener - war abzusehen, dass die TBB die ersten Auswärtspunkte der Saison mitnehmen würde. Großen Anteil am Sieg hatten neben Zwiener auch Maik Zirbes, E.J. Gallup und Dru Joyce. Letzterer verletzte sich zwischenzeitlich am Knöchel und spielte mit Schmerzen weiter. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Zwiener richtete den Blick gleich nach dem Sieg nach vorne. Für die TBB stehen am Samstag zu Hause gegen Bayreuth und in der Woche darauf in Hagen zwei Spiele gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel an. "Das sind die Gegner, die wir schlagen können und sollten", sagte Zwiener. Gegen Bayreuth hatten die Trierer bereits in der Vorbereitung gewonnen. Am Wochenende feierte das Team von Ex-TBBler Maksym Shtein aber unter dem neuen Trainer Marco van den Berg den ersten Saisonsieg.
In Göttingen profitierten die Trierer davon, dass der Gegner nervös war und vor allem im ersten Durchgang praktisch nichts traf. Daran hatte die TBB massiven Anteil, wie Cheftrainer Henrik Rödl nach dem "ganz wichtigen Sieg" betonte. "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr konzentriert und haben es den Göttingern schwergemacht. Das war fast fehlerlos."
Nach der "vielleicht besten Halbzeit der Saison" hätte sich Rödl am Ende zwar noch etwas mehr Stabilität von seiner Mannschaft gewünscht, aber richtig eng wurde es nie.
"Wir haben das Spiel schon im ersten Viertel verloren", bilanzierte der neue Göttinger Cheftrainer Stefan Mienack. Seine "Veilchen" stecken nun richtig tief unten drin - mit nur einem Sieg und vier Niederlagen.
BG Göttingen - TBB Trier 60:71 (20:40)
TBB Trier: Zwiener (17 Punkte), Zirbes (16), Gallup (15), Dojcin (11), Joyce (7), Bynum (3), Seiferth (2), Saibou (0), Picard (0)
Göttingen (beste Schützen): Sykes (19), Louis (13), Horne (7)
Zuschauer: 2720
Viertelstände: 7:18, 20:40 (Halbzeit), 41:56, 60:71